
Geld anlegen macht Spass

Die Papstwahl
Aishwarya sitzt im Delhi Cafe an der Mahatma Gandhi Road. Der Lärm ist ohrenbetäubend, trotzdem ist sie vertieft im Gespräch mit ihrer Freundin Chandrakanta. "Mir ist es immer noch nicht klar, warum die in Rom wieder einen Mann zum Papst wählen. Wir, Du und ich wären geradezu ideal, diesen Job zu machen".
"Ja, Du sprichst mir aus dem Herzen", sagt Chandrakanta. "Wir heiligen Kühe sind ja schon heilig, bevor wir auf die Welt kommen und wir leben ein Leben in Bescheidenheit".
"Genau, Du sagst es Chandrakanta, und alle respektieren uns, wo immer wir uns aufhalten. "Unsere Heiligkeit ist kein Schein".
"Denkst Du die mögen Frauen nicht?" meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Lächeln.
"Man kann das nicht so genau sagen, weil eben keine Frauen zugelassen sind im Vatikan. Eines fällt jedoch schon auf, sie tragen alle Frauenkleider".
"Ja", meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Augenzwinkern, ""die haben die Hose nicht an"".
"Shit!"
Diese bemerkenswerte Aussage hört man täglich, in der U-Bahn, am Arbeitsplatz, an Hochzeiten und auch in Kindergärten. Neuestens hört man es auch von Neugeborenen. Jetzt ist es in den Staaten offiziell anerkannt, als dasjenige Wort, welches Säuglinge als erstes kurz nach der Geburt heraus schreien.
Mir stinkt's langsam.
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Mann
Einer alleine ist ein Feigling. Zu zweit machen sie sich Mut. Drei Männer starten einen Krieg und reissen das Land mit hinein.


UUUbs!
Schweiserische Bank schliesst für immer
Heute gab der Bankensprecher Sarasin Ubs bekannt, dass die Schliessung seiner Bank beschlossen worden sei. Die verhängten, jedoch unberechtigten Bussen seien in den letzten Monaten derart angewachsen, dass die Auszahlung der Boni für die Top Manager unmöglich geworden ist.
Wir bedauern aufgeben zu müssen.
Ein grosses Dankeschön geht an unsere langjährigen Kunden. Sie haben ihr Erspartes immer grosszügig und ohne zu klagen mit uns geteilt. Für ihr grosses Herz danken wir zum letzten mal.

2012
"Geheimste Angriffs- und Verteidigungspläne
der mächtigsten Staaten in Boulevard-Blättern
veröffentlicht"
Die Bürger dieser Länder weigern sich ihren Militärdienst fortzusetzen. Mütter rufen ihre Söhne von der Front zurück. Verteidigungsminister werden umgeschult. Generäle und ihre Offiziere zur Minensuche abkommandiert. Uniformschneider und Waffenfabrikanten produzieren ab sofort Bébékleider und Spielzeug.
Hat da jemand entspannt aufgeatmet und unbeschwert gelacht?

Aber, aber, Herr Beckham!
Mami, Herr Beckham hat mir seine Unterhosen gezeigt?
Waaas? Wo denn?
Auf der Strasse. Er steht immer noch dort.
So ein Schwein. Da sind viele Schulkinder unterwegs.
So was hat gerade noch gefehlt. Komm wir rufen Frau Beckham an.
Victoria, meine Tochter hat ihren Mann in den Unterhosen erwischt.
Nein, nein, liebe Nachbarin, das ist nicht so wie sie es sehen. Er verdient sein Geld damit. Wir müssen ja auch von etwas leben.
Aber Prostitution auf der Strasse ist nicht erlaubt.
Nein, nein, das ist nicht so gemeint.
Meine Tochter und ihre Freundinnen sagen Ihr Mann sei obszön.
Ach was, lassen wir ihn in Ruhe. Er hat Spass daran.
Aber Victoria, Frau Beckham! Gehen sie nicht weg, wir haben noch viele Fragen.
Ueli Maurer der Pilot
"Ueliii, komm nach Hause, es gibt z'Nacht", ruft die Mutter aus dem Küchenfenster.
Ueli Maurer ist fertig mit spielen. Er springt auf das Militärfahrrad und rast kopflos Heim zu. Kurz vor dem Haus trifft sein Vorderrad auf den Stein. Das Fahrrad überschlägt sich. Ueli wird vom Sattel geschleudert. Er fliegt mit Überschall über den Hühnerstall in den dahinter liegenden, feuchten Misthaufen.
Während seiner Flugphase hat er die Liebe zum Fliegen entdeckt. Im Misthaufen liegend, unkenntlich für den Feind, erkannte er die Wichtigkeit einer gut getarnten Luftwaffe. Als Bundesrat setzt er jetzt seine Jugenderfahrung ein, dem Land das beste Düsenflugzeug zu kaufen. Man sagt, seine Idee sei auf dem Mist gewachsen ist.


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FIFA
Weltfussballverband. Er organisiert Fußball-Wettbewerbe, unter anderem die Männer- und die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft. Robert Blatter der President des Verbandes ist der schlaueste Fussballer. Er kennt alle Tricks. Z.B. wie man Gegenspieler ins Leere laufen lässt. Er ist der König des unsichtbaren Fouls. Er weiss wie man als Verlierer-Mannschaft Spiele gewinnt, ohne mit der Wimper zu zucken. Wann schiesst er sein erstes Eigentor? Bald. Jetzt schon? Gooooool!

Der Diktator
Die Maschine steht auf dem Rollfeld. Startbereit.
Vom Flughafen Gebäude nähert sich eine Luxuslimousine und steuert direkt auf die Maschine zu. Der Präsident und seine Familie verlassen den Wagen und eilen die Treppe hinauf. Sie tragen Aktenmappen mit sich.
"Ist alles Gold und die Diamanten da?" ruft der Diktator. "Habt ihr eure Pässe?". Seine Augen schauen unsicher zum Gebäude zurück. Er wischt sich die Stirn mit seinem Damast Taschentuch und geht in das Staatsflugzeug, welches ihm das Volk geschenkt hat. Die wissen nichts davon, aber den Präsidenten freut es schelmisch.
Er hat sich angeschnallt und schaut nochmals zum Flughafengebäude, welches einst ihm gehört hatte, wie auch das Land und deren Einwohner, als er eine Masse von Menschen sieht, die in Richtung seiner Maschine stürmt.
Er schreit seinem Piloten zu "Starten, sofort, wir müssen weg". Wie gebannt sieht er die Menge näher kommen, als die Motoren aufheulen und die Maschine sich in Bewegung setzt.
"Dieses dumme Volk", murmelt er, "was denken die sich eigentlich". Er sieht die Masse gefährlich nahe kommen, als es dem Piloten gelingt Geschwindigkeit aufzunehmen.
Er schaut zu seiner Frau hinüber, welche ihren Schmuckkoffer im Schoss trägt.
"Mach dir keine Sorgen Chérie, bald wirst du ihn wieder tragen können". Seine Frau verliert eine kleine Träne und lächelt ihm dann zu.
Währenddessen hat die Maschine von der Piste abgehoben und steigt in die Höhe. Zum letzten mal blickt der Präsident hinunter und schliesst seine Augen nachdem er einen tiefen Atemzug genommen hatte. "Dieses dumme Volk, warum habe ich es so lange ausgehalten".
Zwei Stunden später
"Paris, Paris, bitte kommen", ruft der Pilot in's Bord Mikrofon. "Ja, hier Paris, einen schönen guten morgen, wer ist dran?" Es tritt eine kleine Pause ein, dann antwortet der Pilot, "Präsident Zine El Abidine Ben Ali". Wieder folgt eine kleine Pause, nein es ist ein Schweigen. Totenstille. "Hallo, Paris, Hallo Paris, was ist los?", ruft der Pilot ins Mikrofon. "Wir fragen um Landeerlaubnis".
Schweigen.
Ein Räuspern vom Kontrollturm lässt den Piloten aufhorchen. "Können wir landen? fragt er. Die Stimme vom Turm antwortet mit, "Sorry, keine Landeerlaubnis, fliegen Sie einen anderen Flughafen an".
Der Präsident, der eigentlich keiner mehr ist, schreit in das Cockpit. "Verdammt, wir müssen landen, das Kerosen reicht nur noch für eine Stunde".
Weitere Zeit verstreicht
"Herr Präsident, die Flughäfen verweigern uns die Landung". Ali geht zerknirscht und wütend zurück in die Kabine.
"Das alles habe ich meinem undankbaren und dummen Volk zu verdanken", bemerkt er zu seiner Frau. Er setzt sich neben sie und legt seinen Arm auf ihre Schultern. Ein zufälliger Blick hinaus lässt ihn entsetzt aufspringen.
Sein Pilot fliegt wenige Meter über der Wasseroberfläche um Treibstoff zu sparen.
Der President, oder nennen wir ihn doch einfach Ali, stürmt zurück in's Cockpit und schreit den Pilot an, "Höher steigen, sie Idiot, oder wollen sie abstürzen?".
"Herr Präsident, Sie sind schon abgestürzt, ich suche nur ein unauffindbares Grab für sie".
Ali's Tunesisches Volk hat an diesem Tag die Freiheit gewonnen.
Freie Wahlen für das Volk
Der erste Diktator hat sein demonstrierendes Volk besiegt.
Am Abend, nach den letzten Schüssen, sitzt er mit seinem General beim Dinner.
"Das war kein leichtes Unterfangen, Herr General. Sie haben für mein Land grossartige Arbeit geleistet. Diese unzufriedenen Menschen wissen ja nicht, wie schwer es ist ein fürsorgender Landesvater zu sein".
Der General kaut gerade an einem Stück gegrilltem Lammfleisch und ist glücklich, nicht antworten zu müssen. Er nickt mit dem Kopf und schluckt sein Fleisch herunter.
"Wir werden jetzt Wahlen ansetzen, damit diese Unwissenden mich als ihren Präsidenten wählen können".
Der General hat sein Besteck in den Teller gelegt, wendet sich zum Diktator hin, schaut ihm ins Gesicht und nimmt einen tiefen Atemzug, "Herr President, es gibt kein Volk mehr, zählen sie die Grabsteine als Stimmen und ihr Volk wird Sie ohne Widerstand wählen".

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Diktatur
Eine Gewaltherrschaft, welche harmlose Menschen in ihrer grundlegenden Freiheit unterdrückt. Die Medien möchten uns glauben lassen, dass es sich immer um einen korrupten Staat handelt.
Dem ist nicht so. Wenige Menschen wissen, dass man auch ein Wirtschaftsunternehmen diktatorisch führen kann. Oder einen Kleinbetrieb mit herrschsüchtigem Besitzer. Wie steht es mit der Familie, die vom Oberhaupt befehligt wird oder einem kontrollierendem Hausbesitzer?
Wir finden sie überall auf diesem Planeten.
Es sieht so aus, als werden Menschen mutiger und fordern ihre Freiheit. Überall. Also denn, Kinder, Mütter, Angestellte, Mitbürger, die Freiheit ist frei, Du darfst sie dir zurückholen. Aber bitte ohne Gewalt. Die Diktatoren scheinen langsam zu verstehen was wir wirklich wollen.


Eine friedliche Idee
Wenn wir Menschen, ich meine alle jene Arbeitnehmer, welche für die Waffenindustrie arbeiten, also diejenigen die auf irgend eine Art und Weise an dieser Produktion für die Mächtigen beteiligt sind, wie Uniformen schneidern, Kampfrationen anfertigen, Fallschirme nähen, Platinen löten, sowie Landminen, Jagdbomber, Maschinengewehre, Kampfpanzer und anderes herstellen, wenn wir also alle einstimmig dieselbe Idee vom Frieden und Harmonie in uns tragen und unsere Krank machende Arbeit aufgeben, jetzt und für immer, wird es nie mehr bewaffnete Konflikte zwischen Nationen und deren wunderbare Bürger geben, auch keine Morde und andere Gräueltaten, unter denen die Menschheit immer mehr leidet. Alles wäre plötzlich anders, so wie Du es dir immer erträumt hast. Machst Du mit? Denk mal darüber nach und trage diese Idee weiter unter die Menschen.


Ein Hund der pinkelt
Es ist Mittagszeit. Ich führe Cacey, eine ungarische Jagdhündin, in den Central Park.
An einem sanft abfallenden Hügel spielen Kinder von ihren Nannie's begleitet. Cacey hat einen Platz zum urinieren gefunden und geht in ihre typische Hocke.
Ich schaue den Kindern zu wie sie sich vergnügen und bemerke das Mädchen welches wie gebannt auf Cacey starrt. Ihr Mund ist weit geöffnet. Cacey pinkelt lange, länger als eine Minute. Cacey muss sie beeindruckt haben. Denn jetzt hält sie ihre Hände überrascht vor ihren Mund. Nur ihre Augen sind sichtbar. Sie hält den Atem an. Endlich, Cacey ist fertig. Ich bleibe stehen und beobachte das weitere geschehen. Das Mädchen läuft zu ihren Freundinnen und ruft ausser Atem, "Ein Hund hat gepisst", "Ein Hund hat gepisst". Die anderen lassen sich nicht vom Spiel ablenken. Sie ruft nochmals, lauter und jetzt braucht sie ihre Arme um die Freundinnen zu überzeugen. "Ein Hund hat gepisst, kommt seht her". Jetzt zeigt sie die Grösse der Lache an. Die Freundinnen unterbrechen ihr Spiel und laufen dem Mädchen nach um sich die Lache anzusehen. Doch die ist versickert. Nichts ist mehr sichtbar. Sie sind enttäuscht. Eines der Mädchen meint, "Es kommt bestimmt ein anderer Hund, der pissen muss".
Beim weggehen sehe ich sie auf der Bank sitzen, ihre Blicke gehen hin und her, auf der Suche nach einem pinkelnden Hund.
Samstag. Die Post in Harlem
Übrigens war ich noch im Postgebäude um zwei Pakete abzuholen. Vor mir steht ein schwarzer am Schalterfenster. Ich hörte ihn jetzt zum zweiten mal gereizt sagen, "Ich hab doch gerade gesagt, eines nach dem andern". In der einen Hand hielt er drei Abholzettel, welche er schützend an seine Brust drückte.
Die Post-Beamtin hatte schon einen in ihrer Hand und hielt ihm auffordernd die andere Hand entgegen, um die restlichen Zettel entgegen zu nehmen. Das wollte er einfach nicht. Wieder sagte er, jetzt aber schreiend, "Ich hab es doch schon einmal gesagt, eines nach dem anderen, verdammt".
Der kleine, dickliche Senior mit Krücken, der neben ihm gestanden hatte und auf etwas gewartet haben muss, sagt zu ihm, "Passen Sie auf, wie sie sich benehmen, Sie befinden sich in einem Bundesgebäude. Ich rufe die Polizei, wenn sie die Postbeamtin nochmals anschreien".
Respekt, habe ich gedacht, dieser Latino hat ja einen drauf. Ein cooles Maul und keine Angst. Der Schwarze jedenfalls hat danach ganz weinerlich gesagt, "Eines nach dem anderen bitte". Das muss gewirkt haben.
Als der dann gegangen war, wandte sich der Latino uns zu und sagte,"This Fucking Asshole".


Geschichte der Menschheit
Als Höhlenbewohner mussten wir teilen und tauschen. Alle assen dasselbe und trugen die gleichen Kleider. Die Bastler stellten Speere und Schneidewerkzeuge her. Die Jäger und der Koch sorgten für die Lebensgemeinschaft. Die Frauen machten Kleider aus den Fellen. Die Führer sassen immer nah am Lagerfeuer, die anderen, mit lausigen Kleidern und ohne Fernsehen, mussten hinten Platz nehmen.
Später haben die Menschen Zelte und Häuser gebaut, das Kochen verbessert und die Jagd verfeinert. Die Kleider sassen besser, die Führer trugen Federn oder Hörner als Kopfschmuck, frassen sich voll und benahmen sich äusserst unmännlich gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Es gab immer noch keine Fernseher und das Internet war noch nicht erfunden worden.
Das war die Zeit, welche wir heute so ziemlich gleich übernommen haben. Alles ist nur verfeinert worden. So essen wir in McDonald, tragen Designerklamotten und machen Kreuzwort Rätsel. Unsere Führer haben die Arroganz kultiviert, schicken uns in den Krieg und lassen uns hart arbeiten. Sie haben immer genug zu essen, trinken und shoppen. Dafür dürfen wir alle in der geheizten Wohnung sitzen, "Fernsehen" schauen und mit dem Internet spielen.
Wir können beruhigt in unsere Zukunft erwarten.
Gnadenbringende Weihnachtszeit
Samstag morgen. Es ist kühl. Auf einer Wolldecke, vor dem Whole Food Supermarkt am Union Square, sitzt der rothaarige und traurig wirkende junge Mann. Er zupft den Wollshawl zurecht um seinen Nacken zu schützen. Vor sich auf dem Boden liegen vier Zeichnungen, die er zum Verkauf anbietet.
Obdachlos steht auf seinem Kartonplakat und dass er etwas Geld verdienen möchte um sich ein Frühstück kaufen zu können.
Vor ihm stehen vier Erwachsene in Santa Klaus Kostüm. Einer von ihnen weist den jungen Mann weg. Ohne zu insistieren packt dieser seine Sachen zusammen und geht. Er macht mir einen verlorenen Eindruck.
Jetzt stellen die vier Kläuse ihr Plakat auf und machen sich bereit zum singen. Ich lese "The Salvation Army". Wir geben immer unser Bestes!

Kairo, November der zweiundzwanzigste, 2011
Lieber Polizist,
Schweizer Bürger, Familienvater, getaufter Christ und wahrscheinlicher Kirchgänger, eines Tages wirst Du mich, mit Gleichgesinnten, in einem öffentlichen Park antreffen. Wir werden Plakate tragen, welche unsere Vision repräsentiert.

Du kannst diese Botschaft nicht verstehen. Dein Herz schliesst die Tür, dein Hirn erliegt einem Kurzschluss. Deine Rechte greift den Knüppel und Du schlägst auf uns ein.
Unglücklicherweise, für dich, ist unsere Vision der Traum der Mehrheit. Weltweit.
Öffne dein Herz und brauche dein Hirn, wir nehmen dich so in unserer Mitte auf.
Bussenzettel
Ganesh hat den Parksünder sofort erblickt. Er geht direkt auf den Lieferwagen zu und klopft am Seitenfenster. Ganesh hat seinen Job bei der New Yorker Polizei. Hier muss er die Fehler der Verkehrsteilnehmer sehen, anschliessend Bussen ausschreiben und verteilen.
Damit verdient er sich den Lebensunterhalt für seine kinderreiche Familie.
Bonokai aus Central Afrika öffnet das Wagenfenster und schaut Ganesh fragend an. Den Job als Chauffeur hat er vor drei Wochen erhalten. Mit dem Verdienst ernährt er seine sechskpfige Familie.
Ganesh reicht Bonokai den Bussenzettel. Beide blicken sich in die Augen. Instinktiv erinnern sich beide gleichzeitig an den gleichen Traum von einem besseren Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Wie geht das nur?
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Krieg
Eine Angelegenheit von wenigen Männern, die millionen von Toten, verkrüppelten und verarmten Menschen hinterlassen und grosses Elend verbreiten. Das Volk kennt den Grund dafür nicht. Es schweigt und stirbt.
Johnny,
so nenne ich ihn, streift wieder durch die Gegend in der Upper East Side.
Schon von weitem erkenne ich ihn an seinem unverkennbarem Gang und seiner Silhouette.
Brandmager ist er und auch heute trägt Johnny seine Röhren Jeans, schwarz-grau, tausendmal gewaschen und tausendmal im Tumbler getrocknet. Sie sind ihm viel zu lang, Diese engen Röhren bilden unzählige Falten, seine Beine wirken so wie übergrosse Schrauben.
Sein Oberkörper ist leicht vornüber gebeugt und zittert hin und her. Sein Kopf ist mit einer Drahtbrille und einem dünnem Schnauz dekoriert. Das Dunkelblaue Chilét über seinem Jeanshemd, dessen Ärmel er zurückgekrempelt hat und seinen kleinem braunem Flanell Stetson lässt ihn drohend aussehen.
Das macht mir keine Angst. Denn ich weiss, dass er 1915 aus einer Filmleinwand direkt in den Kinosaal herausgefallen ist und aus lauter Angst vor dem Publikum schrecklich gezittert hat. Ganz betäubt und immer noch zitternd ist er durch die Bankreihen hindurch gegangen, direkt zum Kinoausgang und von da auf den Gehsteig in New York.
So zittert er sich heute noch, Tag für Tag, durch die Stadt, auf der Suche nach dem "Ende"-Zeichen des Film, in dem er die Hauptrolle gespielt hatte.
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Das Wissen
Wissen lähmt unseren Mut und Enthusiasmus um Visionen zu generieren.
Vor einiger Zeit habe ich diese Geschichte gehört, ein Assistenzarzt war mit einem Patienten konfrontiert, welcher einen Tischtennis Ball im Hals stecken hatte. Der Assistent ruft verzweifelt seinen Chefarzt an und fragt ihn nach einer Lösung. "Kitzle ihn", erwidert dieser. Der Assistent folgt dessen Anweisungen. Es wirkt sofort, der Patient spuckt den Ball aus.
"Woher haben Sie das gewusst", fragt er seinen Vorgesetzten. "Ich habe das auch nicht gewusst, es ist mit spontan eingefallen".
Da haben wir's. Spontanität und Intuition kommt aus einer anderen Ecke als das Wissen, welches für uns jederzeit und verführerisch anlacht und uns nichts neues mehr bringen kann.
Der engagierte Bürger
Pauls Geburt war ein grosses Ereignis. Er wurde fotografiert und mit Komplimenten überhäuft. Die Mutter war überglücklich.
Ihr Traum ist in Erfüllung gegangen. Gott hat ihr ein Sohn geschenkt. Er soll es besser haben als sie. Ingenieur oder Arzt soll er werden und eine Familie gründen.
Jetzt sitzt sie mit weissen Haaren in ihrer armseligen Küche. Vornüber gebeugt, den Kopf in ihre Hände gestützt. "Warum nur Du", seufzt sie.
Der Gefangenentransport erreicht das Stadtgefängnisses. "Schon wieder einer dieser Vagabunden", denkt der Fahrerer, "Der wird lange bleiben.
Paul war ein vielversprechendes Kind. Gut in der Schule, nett zu jedermann. Dann ist er an die falschen geraten. Der Abstieg war vorprogrammiert. Die Delikte nahmen zu. Die Mutter war ahnungslos, bis der Polizeibeamte kam und sagte, "Ihr Sohn ist verhaftet".
Erst vor dem Jugendrichter sah sie ihn wieder. Das ist viele male passiert. Bis diese lange Haftstrafe verlesen wurde.
Paul hat Richter und Beamte beschäftigt, er hat viele male im Bezirksgefängnis übernachtet, viele Staatsangestellte haben ihre Zeit für ihn hergegeben, der Bewährungshelfer war immer dabei und nicht zuletzt sein Anwalt.
Ein Schar bezahlter Beamten und Berufstätige haben ihr Geld davon verdient. Eine Gruppe wollte ihn ins Gefängnis bringen und die andere Gruppe hat daran gearbeitet ihn wieder raus zu holen oder zu verhindern dass er überhaupt da rein muss.
Das ging mehrere Jahre so. Der Steuerzahler hat über diesen Fall nichts gewusst. Die Ausgaben wurde immer zur derjenigen Summe addiert, die durch ähnliche und andere Geschehnisse gewachsen ist.
Ein riesiger Aufwand an Zeit und Geld, für einen Menschen, der sein Leben wohl als schwieriger Fall verbringen wird und der die Kosten für sein weiteres Leben ins unendliche wachsen lässt. So geschieht das tagtäglich mit unzähligen und unnötigen Ereignissen in allen Bereichen des Lebens.
Wir lassen Dinge in's unendliche wachsen, ohne zu wissen, was damit geschehen kann. Beginnt man dort, wo das schlummernde Potential zum möglichen Problem liegt und wo man mit der Angelegenheit beschäftigt ist, könnten wir solches zur Mehrheit verhindern.
Tatsache ist die, uns geht so etwas ja nichts an, soll der Staat sich darum sorgen. Wir zahlen ja Steuern dafür.
Wir bekommen dafür unser Recht, zu fluchen: "Scheisse, wieso müssen wir so viel Steuern bezahlen?".





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Experte
Eine Person, welche über ein spezielles Thema, alles weiss und deshalb viel verdient und grosses Ansehen geniesst.
Ein Experte z.B. hilft bei der Planung und dem Bau eines absolut sicheren Kernkraftwerkes oder einer sicheren Bohrinsel, immer zum Schutze der Umwelt.
Ein anderer Experte, im selben Wissensgebiet, erklärt uns warum das Kernkraftwerk und die Bohrinsel explodiert sind.
Ein weiterer Experte beweist uns, dass es nicht an den Experten gelegen hat, dass solches passiert ist.
Eine Gruppe von Experten klärt jetzt ab, ob das einsetzen von Experten Sinn macht.
Eine anerkannte Gruppe von Experten analysiert diese Tatsachen und publiziert ihre Ergebnisse in der Expertenpresse.
Wir sind gespannt darauf.

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Sonnenbrille
Mobiles Versteck oder idealer Zufluchtsort.

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French Kiss
Liebevolle und effiziente Zahnreinigung für zwei Gebisse, ohne Zahnfleischbluten.

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Jeans
Die Illusion par excellence. Sie bringt jedes Fleisch in Form. Hängt sie einmal im Schrank, schaut keiner mehr hin.
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Der Befehl
Drohgebärde eines unsicheren Vorgesetzten gegenüber einem ängstlichen Untergebenen. Befehle werden in der Regel befolgt, weil Untergebene einer drohenden Strafe entgehen wollen, obwohl die Resultate daraus viel Leid hervorbringen.

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Natur
Ein einzigartiges und sich dauernd veränderndes Wunder. In den letzten 100 Jahren von Menschen ignoriert und brutal vergewaltigt.
Sie scheint ihr Selbstbewusstsein gefunden zu haben, denn sie schlägt mit aller Kraft zurück.
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Demokratie
Das heisst auf Deutsch "Volksherrschaft".
Was wir Menschen noch nicht begriffen haben ist dies, Politiker verstehen das als "Herrschaft über das Volk".
Wann jagen wir die Politiker aus dem Land?
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Gas-Maske
Sie wird von Menschen hergestellt. Diese schützt die Bevölkerung eines Landes von einem qualvollen Tod, der von Gas-Granaten verursacht wird, welche von anderen Menschen produziert werden und wiederum von anderen Menschen verwendet werden, um einer fremden Bevölkerung Schaden zuzufügen.
Das macht doch Sinn, oder?
Ich meine die Gas-Maske. Oder nicht? Oder doch?
Ach was, ich denke wieder zuviel. Mein Arbeitgeber hat mir gesagt, ich soll das tun.
Obamas Putzfrau räumt auf
Jelisaweta putzt heute zum ersten mal im Oval Office. Ihre Vorgängerin ist in Rente gegangen. Sie ist stolz mit den Präsidenten des mächtigsten Landes das Büro teilen zu dürfen.
Gerade jetzt ordnet sie Obama's Arbeitstisch. "Für was wohl braucht er diesen roten Knopf", fragt sich Jelisaweta. Darauf bedacht Eindruck zu machen, nimmt sie den Staublappen und poliert ihn mit viel Gefühl für den richtigen Glanz.
Jelisaweta stutzt, "Warum fängt der jetzt an zu blinken?". Das muss der Feuermelder sein", meint sie und schaut unter das Pult wo sie die Drähte sieht. Ihr Herz schlägt unruhig, Schweiss zeigt sich auf ihrer Stirn. Am ersten Tag will sie keinen Ärger kriegen. So reisst sie kurzerhand die Drähte weg und verstaut sie in der Tasche ihrer Arbeitsschürze.
Lisonka, wie sie von ihren Freunden gerufen wird, atmet jetzt erleichtert auf. Das blinken hat aufgehört.
Im selben Moment stürzt ein Marinesoldat in das Oval Office und zieht sie am Ärmel aus dem Raum. "Verdammt, die wissen was", denkt sie, das kostet mich den Kopf".
"Ich bringe Sie in den Bunker, wir werden von den Russen angegriffen", schreit der junge Soldat, "Die haben Interkontinentale Raketen mit atomaren Sprengköpfen auf uns abgeschossen.
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Kern-Energie
Eine harmlose Energieform, wie es uns Politiker immer wieder versichern, welche uns das Leben erleichtert und die Nächte erhellt, bis es wirklich Dunkel wird.

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Kindergarten
Ein Friedhof, wo unschuldigen Kindern die Neugierde, ihre Spontanität und die Begeisterung für das Leben genommen und zu Grabe getragen wird.
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Schule
Abgänger vom Kindergarten finden hier eine liebevolle Atmosphäre und haufenweise unnötiges Wissen, welches sie täglich und ohne zu hinterfragen, zu sich nehmen müssen.
Fehler werden bestraft. Spontanität und Humor ist untersagt. Fantasieren ist ein Delikt.
Das Ziel ist es, diesen Kindern den rebellischen Geist zu brechen damit sie das an der Universität abgelagerte, statische Wissen in ihren Köpfen einlagern können.
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Universität
Hier werden junge Menschen von Viren desinfiziert. Vor allem die gemeingefährliche "Freiheit", die unberechenbare "Unabhängigkeit" und die ansteckende "Kreativität". Mit einem leeren Kopf lässt sich immer besser studieren.
Damit werden sie zum loyalen Diener des Kapitalismus.
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Armee
Eine dem Staat und seinem Volk dienende Einrichtung, welche der Verteidigung des Landes dient. Wird ein Land von einem Feind angegriffen, gibt deren President den Befehl für "Mord und Totschlag ohne Gewissensbisse". Seine Armee darf Schiffe versenken, Flugzeuge vom Himmel holen und die Infanterie massakrieren.
Einer wird zum Sieger erkoren. Die anderen müssen ihre Toten zählen und verschwinden lassen.
Der Krieg ist wie eine "Lotterie". Die Armeen sind die Lose. Eines gewinnt immer. Man spricht dann auch vom "traurigen Los" der Soldaten. Und weil Lotterie so spannend ist, geht halt da und dort immer wieder ein Krieg los.
Rentner landet auf der Strasse
Ich bin mein ganzes Leben lang am Strassenrand gestanden und habe für meine Stadt gearbeitet. Man hat mich getreten, mit den Fäusten traktiert, verflucht und am Abend sind sie gekommen und haben mir alles Geld abgenommen. Nichts ist übrig geblieben für mich.
Jetzt, im hohen Alter, hat man mich einfach auf die Strasse gestellt, ohne einen Penny.
Das Vermögen des Volkes
"Guten Tag, hier ist UBS, Zürich, Vermögensverwaltung. Wen kann ich am Telefon begrüssen?"
"Ja", sagt die Stimme, "Ich bin Muammar Abu Minyar al-Gaddafi".
"Grüezi Herr Gaddafi, wie kann ich Ihnen helfen?".
"Ich will mein Erspartes überweisen lassen, sofort!", meint die gereizte Stimme.
"Sie meinen das Geld, welches Sie netterweise für ihr Volk auf die Seite gelegt haben?".
"Klar, äh, nein, Ja, sicher, das ist es. Unser Erspartes, Alles!".
"Ihr Erspartes haben wir leider nicht auf unserer Bank", sagt die freundliche Stimme. "Wir haben jedoch das von Ihnen ersparte Vermögen für ihr geliebtes Volk auf einem sicheren Konto".
"Ja, das ist es, es lautet auf meinem Namen, Muammar Abu Minyar al-Gaddafi, Sie kennen mich sicher", meint die Stimme. "Machen Sie es sofort bereit, mein Sohn wird es in Zürich abholen".
"Das ist schon organisiert, Herr, ähm, Entschuldigen Sie mich, ich hab ihren Namen schon vergessen. Die Vertreter ihres Volkes nehmen ihnen diese Arbeit ab, so haben sie keine Umstände damit".
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Berlusconi
Die jüngste Salami-Marke aus Italien. Gegründet 1936.
Eine Wurst, die sich nie gut verkaufen liess. Sie ist zu kurz geraten, zu fett, sie ist hässlich und verbreitet einen faulen Gestank. Kenner prophezeien ihr das baldige Ende.
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Liebe
"All you need is Love", geschrieben und komponiert von John Lennon und Paul McCartney. Am 25. Juni 1967 haben "The Beatles" den Song 400 Millionen Menschen in 26 Ländern per Live-Sendung über den Satelliten vorgestellt.
http://www.youtube.com/watch?v=bOva-VJXJJQ
Ringo sagt es hier, "I still believe all we need is love. I don't believe just saying it is gonna do it. I still believe in the fact that love is what we all need".
Liebe
Alles was aus Liebe und Zuneigung entsteht, wirkt angenehm und hinterlässt positive Erinnerungen.
Kinder fühlen sich magisch angezogen von ihr. Erwachsene ahnen ihre Kraft und fühlen sich einbezogen.
Liebe gewinnt alle Menschen irgendwann.
Sie ist die einmalige Energie welche alles Negative zur Auflösung bringt. Auf die Dauer ist ihr nichts gewachsen.
Auch Du kannst ihr nicht widerstehen.
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Die Uniform
Machthaber haben sie erfunden. Die Uniform hilft dir den Gegner deines Machthabers zu erkennen, ihn anzuvisieren und ohne Bedenken zu erschiessen.
Dasselbe tut die Gegenseite.
Kannst Du als Toter dagegen protestieren? Kaum, ausser Du eröffnest jetzt ein Facebook-Konto.
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Polizist/in
Lohnempfänger des Staates, die sich jeden morgen fragen müssen, "Soll ich den protestierenden Mitbürger erschiessen?", oder "Soll ich meine Rente sichern?".
Eine Gratwanderung, an der viele scheitern. Heute mehr denn je.

Der Nordafrikaner lässt seine Waffe fallen uns starrt Micheline an. Ueli lässt seine Rechte, mit der er den Revolver hält, sinken und schaut in Richtung Micheline.
Die Wahrheit gibt es nicht
Deine Idee, dass Du die Wahrheit finden wirst, ist absurd.
Es gibt sie nicht.
Warum?
Weil du nicht weisst, wie sie sich anhört, wie sie aussieht, Du kennst ihren Geruch nicht und weisst nicht wie sie klingt, auch nicht welche Farbe sie hat noch wie sie sich anfühlen wird. Du weisst nicht, was sie in dir auslöst, wenn sie vor dir auftaucht.
Du kannst nur erkennen, was Du schon kennst.
Stimmt doch, oder etwa nicht?
Was Du kennst, ist alte und abgestandene Ware, unbedeutendes Wissen, staubig und nutzlos. Damit drehst Du dich ein Leben lang im Kreis, in deinem Kreis der enger und enger wird und verhindert, dass Du in dir selbst auf die Suche nach dem Leben gehst.
Wahrheit, wie Du sie dir vorstellst, muss schrecklich sein. Starr und unbeweglich. Sie wirkt wie ein Diktator. Ist sie einmal da, verhindert sie dein Wachstum. Sie hindert dich am Leben teil zu nehmen. Sie schreibt dir vor, in jedem Moment, was sie von dir erwartet. Sie kontrolliert dich, damit Du nicht mit einer anderen Wahrheit fremd gehst.
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Korruption
Korruption wird von moralisch verdorbenen Menschen praktiziert. Diese finden wir immer nur in unterentwickelten Staaten.
Im hoch entwickelten Westen, wo uns die Moral am Herzen liegt, haben wir dafür einen Begriff geschaffen, der im schwarzen Anzug, weissem Hemd und Kravatte daher kommt und unser Misstrauen ablenkt. Wir nennen das Lobbyismus.
In beiden Fällen wird er genutzt um in der Politik, Wirtschaft und Organisationen materielle oder immaterielle Vorteile gegenüber dem Volk zu erlangen, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht.
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Freiheit
Die existiert nicht. Als unschuldiges Kind hat man sie dir weggenommen.
Heute wird der Begriff "Freiheit" aus dem Vokabular gelöscht. Für immer. Politik und Wirtschaft überzeugt uns, dass dies reine Fantasie sei. Damit stirbt der Rebell und die Sehnsucht Frei sein zu können.

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Lüge
Mit der ersten Frage welche jemals von einem Menschen gestellt worden ist, hat die Lüge das Licht der Welt erblickt.
Es gibt keine verlässlichen Dokumente darüber, wie diese Frage gelautet hat. Die Forscher spekulieren immer noch. Es könnte z.B. diese gewesen sein, "Hast Du meinen Ochsen gestohlen?" oder die, "Bist Du gestern Nacht bei meiner Frau gewesen?".
Hätten Sie ehrlich geantwortet?

Die zufällige Speisekarte
Zwei Frösche erzählen sich Witze.
Sie lachen und klatschen sich auf die Schenkel.
Der Koch versteht den Spass falsch.
Jetzt stehen beide auf der Speisekarte.

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Königreich
Ein vom Volk und vom Staat anerkanntes Diebesgut. Die Diebe dürfen alles behalten, ohne eine Strafe zu gewärtigen.
Vor langer, langer Zeit, damals, als es keine Gesetze gegeben hat, haben gewisse Menschen sich das Land des Volkes genommen. Über die Jahrhunderte sammelte sich so einiges an. So viel, dass man es Reich genannt hat. Der schlaueste dieser Diebe hat sich zum Chef des Landstücks gemacht und sich fortan König genannt. Seine Frau nennt sich Königin. Ihr Besitz ist das Königreich und ihre Menschen.

Geschichte der Menschheit
Man sagt Du sollst eine Familie gründen und Kinder haben. Du sollst deine Kinder erziehen und bessere Menschen daraus machen. So dass deren Kinder nochmals bessere Menschen werden.
Und so fort. Und so fort.
Zur Unterstützung hast Du Gott erhalten. Später ist Jesus dazugekommen, dann die Jünger, die Apostel, die Priester und Pfarrer. Um dich wirklich zu beeindrucken hast Du noch den Papst erhalten.
Aus besseren Menschen ist nichts geworden. Dafür sind wir grausame Krieger geworden. Effiziente Mörder. Phantastische Lügner. Geniale Betrüger. Charmante Verführer. Nimmersatte Konsumenten, Langweilige Seelen. Das eigene Opfer und und einmalige Verdränger.
Wohin steuern wir? In die Richtung, wo es am einfachsten ist. Abwärts.
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Ueli Maurer
Ein Schweizer Zinn-Soldat. Nichts als Zinn. Im Wasser säuft er ab, in der Hitze schmilzt er wie Käse, in der Kälte bricht er auseinander. Gebaut für die beste Armee der Welt.

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Öffentliche Toilette
An diesem Ort findet man Zeugnisse von gegenwärtigen Kulturen und verloren gegangenen Traditionen, die sich alle verdächtig ähnlich sind. So eine Scheisse!
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Hochzeitsfoto
Ein Bild-Zeugnis welches den letzten, glückseligen Moment des Brautpaars zeigt.

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Google Search Engine
Eine Suchmaschine die sich alles unter den Nagel reisst was sie findet.
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Held
Einer der sich alleine auf dem Schlachtfeld wieder findet. Verletzt und blutend. Er weint seinen Kameraden nach und will einfach nach Hause. Damit er nichts abwertendes über den Krieg sagt, schliesst man ihm den Mund mit der Heldenmedaille.
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Geheimdienst
Jeder Staat hat eine solche Abteilung. Ihre Mitarbeiter bleiben unerkannt. Sie arbeiten im Geheimen. In der Öffentlichkeit erkennen wir sie an ihren dunklen Sonnenbrillen.

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Nicolas Sarkozy
Der letzte König von Frankreich.


Die Zukunft gibt es nicht
Sie ist keine Realität. Nicht greifbar. Nicht fühlbar. Sie ist nichts.
Die Zukunft erkennen wir erst, wenn sie Vergangenheit geworden ist. Hier macht sie einen biederen Eindruck, weil sie nicht zu dem geworden ist, was wir für sie geplant haben.
Sie lebt als Geschichte weiter. In unseren Köpfen. Als Störfaktor für uns alle, welche sich in der Gegenwart bewegen und täglich an der Zukunft planen.
Kann das jemals gut werden?

Mir steht wieder einmal der Atem still. Diese Stimme kenne ich von meinen Besuchen in Tripoli. Damals war ich für Ronald Reagan als Vermittler zwischen Libyen und den USA tätig. Das ist ja Muammar Qaddafi.
"Barbie, ich bringe dich nach Hause", höre ich ihn sagen. "Mein Zelt wartet auf dich". Barbie steht wie eine Statue im Raum. Sie muss unter Schock stehen. Der Mann steckt in einer khakifarbenen Uniform, dekoriert mit einem dutzend selbstgebastelten Orden. Seine krausen Haare stecken unter einer Generalsmütze und das Gesicht ist von einer Sonnenbrille aus den fünfziger Jahren verdeckt.
Ich erinnere mich wie Reagan zu mir gesagt hatte, "I find he's not only a barbarian, but he's flaky". Genau so sieht er aus.
Barbie hat sich rasch vom Schrecken erholt und antwortet , "Mein Süsser Muammar, rette mich, nimm mich mit in deinen Harem".
"Barbie, das mach ich". Doch zuerst muss ich noch rasch in die Schweiz reisen um mein Taschengeld von den Schweizer Banken abheben. Sie schaut ih verträumt in die Augen und küsst ihn auf das unrasierte Gesicht.
"Was für ein Kerl", denkt und fühlt sie. In diesem Moment stürmen Ueli Maurer und Micheline Calmy-Rey in das Hotelzimmer. Beide tragen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift "Kommando Bern". Ihre Waffe im Anschlag rufen sie "Hände Hoch".
"Shit" ruft Qaddafi und greift nach seinem Dolch, welcher im Halfter am Rücken steckt.
Doch soweit kommt er nicht.
Lesen Sie in der nächsten Ausgabe, was Qaddafi daran gehindert hat, sich erfolgreich gegen die beiden mutigen Schweizer wehren zu können.
