Aus dem Inhalt

Welt des Kindes
Die Parkbusse
Volkswahl
Ueli Maurer
Schon wieder Krieg?
Die Freiheit
Das neue Lexikon

Die Begegnung
Wenn ich hier in der Stadt Ibrahim Daoud den Vortritt lasse,
der Bettlerin an der Ecke meine Einkäufe schenke,
den pensionierten Ljubomir über die Kreuzung führe,
dann ist meine Welt in Ordnung

Wenn ich die schlechten Nachrichten höre,
die Streitigkeiten in der Nachbarschaft verfolge,
wenn ich die Unsicherheit der Einwanderer spüre
und die Einsamkeit meiner eigenen Landsleute,

Wenn ich den Kindern zuschaue, den fremden und den eigenen,
dann frage ich mich, was uns fehlt und was notwendig ist,
um gemeinsam auf einer Parkbank zu sitzen und versuchen,
mit unterschiedlichen Sprachen einander näher zu kommen.

Jedes Herz kann das übersetzen
Es ist vertraut mit deinem Schmerz und der scheuen Freude,
deiner Unsicherheit und deinem verstecktem Optimismus.

Kannst Du einen Versuch wagen?
Am nächsten Sonntag, nach dem Mittagessen?

Vielleicht machen wir Geschichte

Männer sind harte Kerle
Ein Feindesland produziert die Waffen ihres Kriegsgegners. Jetzt sind die Fabriken zerbombt. Waffenlieferungen bleiben aus.

Der Gegner liefert vertragsmässig Erdöl. Nun brennen die Öltürme. Lieferungen sind unterbrochen.

Jetzt ist Feuerpause

Für die Kriegsparteien und für die Medien.
Jede Wette, dass beide weiter machen?

Bis heute ist nicht erforscht ob harte Männer dumm sind. Solche Fragen fallen harten Männern nicht ein.
Aus Dummheit?

Die Nummer 10

Die Sonne brennt unbarmherzig auf den jungen Mann.

Es ist Ali. Er trägt ein verschwitztes Tricot mit der 10 und den Namen Messi. Es klebt auf seiner Haut. Flink bewegt er sich auf sein Ziel zu.

Ali war einmal Fussballspieler.

Jetzt ist er unterwegs. Mit seinen jüngeren Schwestern und der Mutter. Andere folgen ihnen, begleitet von einigen wenigen Ziegen und Schafe.

Er führt die Gruppe den Berg hinauf. Auf einem unwegsamen und staubigen Pfad. Hinter ihm wird eine Wasserflasche herumgereicht. Jeder nimmt einen Schluck nur. Man hört Rufe und irgendwo schreien Kinder. Staub wirbelt auf und setzt sich auf die schweissnasse Haut. Alle in der Gruppe haben dasselbe Ziel. Weg nur, von Bomben und Raketen.

Welch ein Wahnsinn.
Wollen wir wirklich so weiter machen?

Freiheit ist kein Traum mehr

Da ist kein Wecker der dich morgens zur Arbeit ruft. Die Uhren sind aus deinem Leben verschwunden. Schlüssel sind überflüssig. Polizisten freigestellt. Uniformen, Waffen und Munition ausgemustert. Vorgesetzte und Untergebene gleichgestellt.

Kanone, Krieg und Krüppel wurden aus dem Lexikon gestrichen. Dafür sind wir umgeben von Freude und Lachen. Menschen treffen sich spontan und lassen sich entspannt in Gespräche ein. Die Eile hat sich verkrümelt. Man hat angefangen zu leben.

An diese unmenschliche Zeit, wo man schon nach der Geburt für den Kampf um das Überleben ausgebildet worden ist, kann sich niemand mehr erinnern. Damals lebte man in einem System, das jeden herausgefordert hatte, sich gegen jeden zu stellen, gegen jeden zu kämpfen, gegen jeden zu gewinnen und mit immer wirksameren Mitteln jeden zu zerstören, um besser zu werden, mehr zu verdienen, mehr zu scheinen und die eigene Macht zu vergrössern. Jene die verloren haben, jene die auf der Strasse gelandet sind, wurden als überflüssig angesehen und gnadenlos dem Schicksal überlassen.

Eine eiskalte Elite war dafür verantwortlich. Die manipulierten das Volk, damit diese sich gegeneinander aufreiben. Diese wiederum teilten sich in die unterschiedlichsten Interessengruppen auf und rieben sich untereinander auf. Die Mächtigen haben ihre Bürger mit den trickreichsten Vergnügen unterhalten, um sie so von ihren eigenen Machenschaften abgelenkt. Chronische Krankheiten breiteten sich aus wie die Pest. Die Portofolios der Banken mit Pharmatiteln fanden reissenden Absatz.

Dann gab es diesen Knall. Der sandte eine magnetische Energie aus, dass alle gespeicherte Daten ausgelöscht wurden. Alles. Persönliche Daten, Steuerinformationen, Krankengeschichten, Passwörter und Telefonnummern, auch diejenigen von Präsidenten und Geheimdiensten. Atomwaffen konnten nicht mehr aktiviert werden, Ölplattformen, Tankstellen und Autofabriken standen still. Kraftwerke verloren ihren Saft. Nachrichten versickerten spurlos.

Es ist dunkel geworden. Alles ist still gestanden. Verschlossene Türen blieben geschlossen. Bankautomaten streikten. Tresorräume zugesperrt. Für immer. Den Währunen ging der Schnauf aus. Einem einzigen ist ein Licht aufgegangen und der hat den anderen davon erzählt. Plötzlich haben die Menschen welche bis anhin in der Dunkelheit gelebt haben, die Lüge erkannt.

Das war das Ende der alten Herrschaft
So haben die Menschen diesen Moment genannt. Heute ist alles hell und heiter. Jeder ist sich selbst und gestaltet aus sich heraus um die Gemeinschaft zu fördern.

Das Ende der Herrschaft

Das Drama
Unser Leben basiert auf dem was ist. Und das ist dieses sauglatte Puppentheater mit sauglatten Puppen und Dekorationen und diese endlose, wahre und sich ständig wiederholende Geschichte mit der Angst und Unsicherheit, über Geiz und Gier, Macht und Manipulation, Eitkeiten und Grössenwahn, nur um als erster ganz oben sein zu können, mit massloser Macht über allem.

Dummerweise weiss niemand wie das wirklich geht. Die meisten bleiben auf der Strecke hängen und werden von jüngeren überholt, die denken schlauer zu sein. Dieser unsinnige Gipfelsturm hat kein Ende. Seit Ewigkeiten wissen wir, das es dort oben nichts sinnvolles gibt.

Trotzdem sind alle unterwegs dorthin.

Welch eine Zeitverschwendung.

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Schönheit
Für alle begehrenswert. Zeigt sie Falten, schaut man weg.

Pscht! Bitte weiter erzählen
Eine Hirnzelle in den Vereinigten Staaten von Amerika sitzt in Isolationshaft.

Man hat sie beim Denken erwischt.

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ABC Fassade in NYC

Ich bin die Hoffnung

Das Kind des Zweifels und der Ängstlichkeit.
Ich lebe in den Köpfen der Menschen
und lasse sie bis zur Erschöpfung warten.

Ich kreiere Hoffnung,
ohne Garantie auf Erfolg.

Ich male schöne Bilder,
die ewig flimmern.

Ohne Ende. Ohne Ende.

Ohne Ende.

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Art Fassade NYC

Schon wieder Krieg?

"Hallo, ich bin der Präsident Ihres Landes".

"Guten Tag Herr Präsident, nett dass Sie
ihre Landsleute anrufen".

"Gern geschehen.
Ich brauche Sie für meinen nächsten Krieg".

"Oh mein Gott, meine Tochter heiratet heute.
Familienplausch, Gartenparty und so,
Sie wissen ja. Ich bin ihr Vater und will
bei der Feier dabei sein".

"Ghm" (hörbares Schlucken)

"Sorry, mein lieber Präsident, ich habe wirklich
nichts mit ihrem Krieg zu tun. Am besten
gehen Sie gleich selber hin."

Abdankung
Juan Carlos der spanische König ist ein Spätzünder. Neunundreissig Jahre hat er gebraucht, um den Unsinn
seiner Herrschaft zu erkennen.

Kronprinz Felipe, sein Sohn will die gleiche Dummheit begehen. Dies, obwohl ihm alle davon abgeraten haben.
"Warum wirst Du nicht Stierkämpfer?" fragen sie ihn.

"Alle Königsfamilien haben Blut an den Händen.
Schliess dich nicht aus. Stierblut weckt die wenigsten
Gemüter auf".

"Nein, ich bin faul und bleibe faul. Mit der Krone auf
dem Kopf habe ich jedes Recht dazu".

Auch Gott hat seinen Spass
Am Anfang war Gott.

Dann schuf er die Texter.
Die langweilten sich.

Gott gab ihnen das Wort.
Die Texter begannen zu schreiben.

Gott las ihre Texte und fand sie fehlerfrei.
Die Texter wollten mehr.

Gott gab ihnen Adam und Eva.
Jetzt stiegen die Leserzahlen.

Die Texter wollten noch mehr.
Gott erfand das Fernsehen.

Jetzt sitzt er in jeder Talk-Show.

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Macht euch die Erde untertan
So steht es in der Bibel geschrieben und sieht dann aus wie eine Geburtstagsparty für dreijährige:

Susanne mischt Abwaschmittel mit Apfelsaft und freut sich über den gesunden Schaum. Hansi und Fritz, schneiden die Briefpost in Konfettis, weil Andrea, Ella und Margrit, in der Abstellkammer, ihre Vaginas vergleichen und Rolf, unter Hochspannung, genauer hinschaut.

Das Geburtstagskind Hans Rudolf, steht im Wagen des Vaters, neben dem Steuerrad. Er dreht am Zündschlüssel und geniesst das rütteln des Wagens bis er ohnmächtig wird.

Bertha und Ida sitzen im Badezimmer und schmieren den Haartrockner mit Vaseline, die Zahnbürsten schwimmen, gemeinsam mit älterem Material, schon längere Zeit in der Toilettenschüssel.

Ueli steht auf dem Stuhl neben dem Wandschrank und geht systematisch durch Hosen- und Jackentaschen, bis er mit Banknoten fündig wird. Das Kleingeld liegt verstreut am Boden.

Moritz, Forschertalent drückt eine Tube Senf ins Aquarium um den Fluchtinstinkt der Fische zu studieren. Benny hat mit dem Taschenmesser das Sofa aufgeschlitzt und dabei entdeckt, dass der Inhalt weiss und flockig ist.

Drei schlaue Mädchen beobachten durch die Glastür des Backofens, wie Plastic Barbie schneller schmilzt als sie erwartet hatten.

Martha hält das Tischtuch an zwei Ecken und zieht kräftig daran. Kuno spielt mit einem Streichholz und staunt, wie schnell die Flamme grösser und grösser wird und alle Kinder plötzlich schreien und rennen.

Der Nachbar steht vor der Haustür . . .

Also dann, beginnen wir nochmals von vorne.

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Homeless at Union Square

Ueli Maurer der Pilot

"Ueliii, komm nach Hause, es gibt z'Nacht", ruft die Mutter aus dem Küchenfenster.

Ueli Maurer ist fertig mit spielen. Er springt auf das Militärfahrrad und rast kopflos Heim zu. Kurz vor dem Haus trifft sein Vorderrad auf den Stein. Das Fahrrad überschlägt sich. Ueli wird vom Sattel geschleudert. Er fliegt mit Überschall über den Hühnerstall in den dahinter liegenden, feuchten Misthaufen.
Während seiner Flugphase hat er die Liebe zum Fliegen entdeckt. Im Misthaufen liegend, unkenntlich für den Feind, erkannte er die Wichtigkeit einer gut getarnten Luftwaffe. Als Bundesrat setzt er jetzt seine Jugenderfahrung ein, dem Land das beste Düsenflugzeug zu kaufen. Man sagt, seine Idee sei auf dem Mist gewachsen.

Ueli Maurer mit dem Velo gestürzt

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FIFA
Weltfussballverband. Er organisiert Fußball-Wettbewerbe, unter anderem die Männer- und die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft. Robert Blatter der President des Verbandes ist der schlaueste Fussballer. Er kennt alle Tricks. Z.B. wie man Gegenspieler ins Leere laufen lässt. Er ist der König des unsichtbaren Fouls. Er weiss wie man als Verlierer-Mannschaft Spiele gewinnt, ohne mit der Wimper zu zucken. Hat er jetzt sein erstes Eigentor geschossen? Gooooooaaal!

Fußball-Weltmeisterschaft 2022, Katar

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Zwei Männer stehen auf dem Gehsteig.
Einer geht auf den frisch gewaschenen Mercedes zu, zeigt mit dem Finger auf die Lackierung und meint, "Schau, hier hast "Du" einen Kratzer".

"Ja, ich hab's gesehen" sagt der Besitzer mit zitteriger Stimme. "Schade. Er fährt mit dem Zeigefinger und seiner trauriger Miene über die Katastrophe".

"Am Sonntag poliere ich ihn heraus", meint er nun optimistisch.
"Ich habe dann ich richtig Zeit dafür. Meine Frau ist mit den Kindern im Schwimmbad".

Zwei Männer stehen auf dem Gehsteig

Reality Show im Restaurant
Ein Raum, wo zu viele und zu kleine Tische und unbequeme Stühle in Reih und Glied aufgestellt sind. Sie erinnern die Besucher daran, aufrecht zu sitzen, sich anständig zu benehmen und Zahnstocher aus Stilgründen zu ignorieren oder nur auf der Toilette zu benutzen.

Auf jedem Tisch steht, sauber aufgereiht, Salz, Pfeffer, Mayonnaise und Senf. Damit kann man den Mann in der Küche kreativ unterstützen. Der Kellner empfiehlt dir das beliebteste Menu. Dasjenige, woran der Restaurateur am meisten verdient. Unvergesslich schmecken sie mit wohlklingenden Sausen.

Weil es anders schmeckt als vorgestellt, wird eine Flasche Wein bestellt, um den schalen Geschmack zu betrügen. Weil der Begleiter oder die Begleiterin meistens langweilig ist und voraussichtlich Sex nicht drin liegt, wird nochmals eine Flasche Wein bestellt. Gefolgt von einer Zigarre, um die Langeweile in Rauch aufzulösen.

Solche Abende in derart dekorierten Häusern enden oft tragisch. Mit Tränen, Streit oder Frust. So trennt man sich und geht eigene Wege, in der Hoffnung von jemand nettem aufgerissen zu werden, um die späte Nacht mit einer Flasche Wein fortzusetzen und eine Zigarre zu zünden, wenn kein Sex drin liegt.

Nach solch verlängerten Abenden landet man im eigenen Badezimmer, mit dem Kopf in der Toilettenschüssel. Der folgende Tag beginnt mit diesen bekannten Schmerzen im Kopf, flimmernden Augen und der fremden Person vor dir im Spiegel, die einfach stehen bleibt und dich dumm und fragend anschaut.

So ein Scheissding. Besser zuhause essen, mit Fernsehen, Kühlschrank und Barfuss.

2014

Keine Kaugummis auf dem Sofa. Verstanden!
Lass das jetzt, sonst sperren wir dich ein!
Wegen Missachtung wird Ihr Wagen abgeschleppt!
Das ist jetzt ihre letzte Chance!
Unser Leben wird zunehmend mit
Drohungen kontrolliert.

Das Universum schaut uns zu, seit Ewigkeiten,
und schüttelt den Kopf. "Liebe. Kennen die
das immer noch nicht?".

Grillieren
Die Sonne brennt wie Holzkohle, die Würste schwitzen, Hunde bellen, Kinder schreien am Spiess, Moskitos spielen Kamikaze, Schweiss rollt über den Bauch, rauchig schmeckt die Luft, die Mägen knurren, das Bier wartet kühl und geil, der Toilette fehlt Papier, die Spülung ist blockiert, das Klo ist voller Fliegen, der Duft unerträglich, das Wasser abgestellt, die Handtücher gestohlen, dein Nachbar flucht schon wieder ohne Grund, - das wird ein toller Grill Tag.

Dem Montag stehen die Haare zu Berg.

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Lunch Break down town New York

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Gotteshaus
Ein Haus, das meistens leer steht. Sechs Tage in der Woche. Sonntags wird es für wenige Stunden genutzt.

Unverständlich für Gott, denn er glaubt immer noch, die Menschen lieben ihn und suchen seine Nähe.

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Schlagzeile
In der Werbung wirst Du damit besinnungslos geschlagen. In diesem Zustand greifst Du nach allem was dir angeboten wird.

Kommst Du wieder zu dir, ist es zu spät für eine Rückgabe. Es bleibt dir auch keine Zeit dafür, denn die nächste Schlagzeile lauert schon auf dich.

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Man cleaning window

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Kapitalismus
Ein Virus. Es lähmt die Seele, schwächt das Herz und entzieht dem Hirn den Sauerstoff.

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Man behind a window

"Wenn man einem Bettler ein Almosen gibt",
sei das ein Zeichen der Liebe.
Das habe ich 2004 einmal gehört.


"Liebe ist, wenn es keine Bettler mehr gibt"
Das ist mit soeben eingefallen.

Scheint mir irgendwie logisch zu sein.

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Worker takes a break

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Autosalon
Eine internationale Exhibition, wo aufreizend bekleidete Frauen, mit gelangweiltem Blick, sich an aufpolierten Neuwagen anlehnen. Besucher sind Männer, ohne Ehefrauen.

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Two red chairs

Dwight D. Eisenhower, der letzte,
wahrhaftige US President?

Vor 60 Jahren, am 16. April 1953, in einer Ansprache an die Herausgeber amerikanischer Zeitungen, offenbarte der US President Dwight D. Eisenhower den Preis den die USA für ihre Bewaffnung zahlt:

Jede produzierte Waffe, jedes vom Stapel gelassene Kriegsschiff, jede abgefeuerte Rakete zeigt am Ende den Diebstahl an jenen die hungern und nicht gefüttert werden, an jenen die frieren und keine Kleidung erhalten.

Dies ist eine Welt unter Waffen. Diese bewaffnete Welt verbraucht nicht nur Geld, nein sie verbraucht den Schweiss ihrer Arbeiterschaft, die Genialität ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.

So macht das Leben keinen Sinn. Unter den Wolken eines drohenden Krieges hängt die Menschheit an einem eisernen Kreuz.

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Hungry Rust

Aber, aber, Herr Beckham!

Susi kommt nach Hause gerannt, ausser Atem. "Mami, Mami, Herr Beckham hat mir seine Unterhosen gezeigt?"

Die Mutter, "Waaas?"

Susi, nach Atem ringend, "Ja, auf der Strasse. Er steht immer noch dort".

"So ein Schwein", ruft Mami aus, "das hat noch gefehlt. Komm, rufen wir Frau Beckham an".

Susi hört ihr Mami am Telefon, "Victoria", "Victoria", ganz energisch, "David exhibitioniert sich auf der Strasse. Das ist eine Schweinerei".

Susi hört Frau Beckham erwidern,
"Nein, nein, das ist nicht so gemeint. Er macht das nur für Männer. Reich sein ist halt teuer und von irgend etwas müssen wir auch leben".

Mami, ganz erstaunt, "Für Männer? Ja, wohnt er nicht mehr bei ihnen zu Hause?".

"Nein, äh doch, doch", meint die hysterische Victoria, "das verstehen sie falsch und übrigens muss ich jetzt gehen".

"Victoria", ruft Mami mit fordernder Stimme, "Sie gehen jetzt nicht weg, wir haben da noch ganz andere Fragen für sie".

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Visitor in a NYC Bar

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Hollywood
Marketing Schule. Hier kann jeder lernen, wie man mit viel Farbe und Bewegung, mit noch mehr Tränen und noch noch mehr Toten eine Weltbevölkerung täuschen kann.

Hollywood

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Theologiestudium
Ausbildung zum Hirte. Mit seinem göttlichen Kompass, "Made im Vatikan", gelingt es ihm, seine ahnungslosen Schafe in die Irre zu führen um sie ungefragt kahl zu scheren.

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iStress, Apple's new LapTop for busy People

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Immer sauber bleiben
Die amerikanische Revolution.

Clean Sex the american way

Die Regentropfen

Gestern hatte ich die Einladung erhalten.
Jetzt ist es früh am morgen und ich bin unterwegs um die Einladung einzulösen.

Von Mlliarden Wassertropfen werde ich mit freudigen Schreien und Jauchzern empfangen. Im nu bin ich Pude!nass.

Pudelnass wie ich bin gibt man mir einen Platz in einem Rudel von wilden Regentropfen, von wo ich ihr tun beobachten kann. Los geht's.

Wir befinden uns im freien Fall. Windböen schütteln uns heftig durch.

Ein wilder Haufen Wassertropfen fliegt an uns vorbei. Einer der Tropfen ruft "Schaut, ein offenes Schlafzimmerfenster".

"Juhee", schreit einer und schon ändern sie ihre Flugrichtung. Ihr Jauchzen ist noch lange zu hören.

"Schaut mal da, eine Schulklasse ohne Regenschutz', ruft eine andere Gruppe. "Nichts wie hin". Ihr kreischen vermischt sich mit den Schreien der Kinder.

Da, eine andere Gruppe von Wilden entdeckt den Fluss, der sich durch sein Bett schlängelt.

"Dem geben wir es", schreien sie. Im Sturtzflug bringen sie ihm das Verderben.

Er läuft über.

"Halt, halt, das ist genug. Der überschwemmt ja alles".

Zu spät wird Vernunft angenommen. Es war einfach zu lustig. Man nennt es im Wetterjargon "Orkanartige Regenböen". Oder einfach "Tanz mit Wasser".

Zuhause trockne ich mich mit einem frischen Badetuch.

"Der orkanartige Sturm von heute morgen hat die Einwohner hart getestet. Scheiben sind zu bruch gegangen, Dachziegel weggeflogen, Bäume gefällt, Autos beschädigt, unzählige Schäden sind gemeldet. Die Thur ist überlaufen.

Ich bin soeben entspannt eingeschlafen.

Die Regentropfen

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Youngest Student in East Harlem

Die kürzeste Rollstuhl Geschichte

Der Leicht-Rollstuhl steht an der Second Avenue und der 72zigsten Strasse. In seinem Sitz wartet ein etwa zweiundsiebzigjähriger Passagier auf den Bus.

Ich denke wieder einmal "armer Kerl". Er schaut mich an und lacht. Ich lache zurück und freue mich, dass er sein Lachen behalten hat.

Der Bus hält direkt neben ihm. Der Chauffeur fährt den Lift aus, um den wartenden Rollstuhlfahrer in den Bus zu heben.

In diesem Moment steht dieser auf, geht um seinen Rollstuhl herum und hebt ihn auf die Rampe. Dann gibt er dem Chauffeur sein OK. Nachdem sein Rollstuhl im Businneren steht, springt er leichten Fusses in den Bus. Alle sind sprachlos. Der Chauffeur fährt weg und schüttelt seinen Kopf bis zum nächsten Halt.

Die kürzeste Rollstuhl Geschichte

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News Salesman reading his own News Paper

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Pharmazeutische-Unternehmen
Legale Drogenhändler. Machen mehr Menschen krank als es Cannabis tut. Und ie Justiz drückt ein Auge zu. Das andere ist schon lange blind.

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Four men on Stoop in the East Village

Globalisierung
Jetzt sind wir eine einzige, grosse Familie.

Mit Onkel FaceBook,
Cousine Twitter und
Baby WhatsUp.

Jetzt bist Du total informiert
Du weisst von diesen Gefangenen-
lager in China, wo Insassen brutal
ausgenutzt und als Organspender
ausgeschlachtet werden.

Deshalb twittert ihr:
Kauft keine Gadgets aus China.
Keine Mobile Phones, keine Pads
und keine Laptops.

Cool!
Und schon bist Du an deiner
nächsten Twitter Nachricht.

Was war das noch
mit dieser Globalisierung?
Ach vergiss das,
ich bin grad am twittern.

Globalisierung

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Tourists in New York taking a rest

Entwickelte Länder leiden an der
Unterentwicklung ihrer Seele

An der Vernachlässigung von Freundschaften,
Mangel an Freude, Unlust am Spiel, fehlen des
Humors und Angst vor der eigenen Spontanität,
ganz zu schweigen von der Verantwortung
gegenüber dem Leben und der Leben spendenden
Natur.

Unterentwickelte Völker kennen das nicht
Sie könnten uns jedoch helfen, all das verloren
gegangene wieder zu aktivieren.

Mit dem erzielten Einkommen können sie
eigenständige Projekte realisieren, anstatt
auf Reissäcke zu warten, welche wir ihnen aus
Flugzeugen vor die Füsse werfen.

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1
Obama - Die geniale Manipulation


Am 4. November 2009 ist Barack Obama zum 44sten Presidenden der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Warum Obama?

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2
Das unheimliche Geheimnis
des Ronald Reagan

Es ist 3 Uhr am Nachmittag, im Juni 1976. In Washington ist es 34 Grad heiss. Ich sitze mit Ronnie im Oval Office.

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3
Wie das Drama begonnen hat

"Call me Smartie X, alright?. Und keine Fragen, jetzt habe ich die Bühne". Smartie X holt tief Luft und fährt im britischen Akzent fort, "Heute wird sich dein Leben in ein Drama verwandeln. Oder Du vergisst jetzt, was Du soeben erlebt hast und verlässt das Oval Office."

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4
Ronnies gefährliches Abenteuer

Jedesmal wenn sich Ronald Reagan mit Onkel Dagobert trifft, geht ihnen die Fantasie durch. So ist der Ei-Pod entstanden. Ein Eier-Kocher bei dem man mit Kopfhörern den Kochprozess mitanhören konnte. Steve Jobs von Apple hat dann diese Idee gestohlen. Den Rest der Geschichte kennen Sie ja wohl.

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5
Ich rieche den Braten

An diesem heissen Juli Tag habe ich mich davongemacht. Der Concierge hat mir das erwähnte Paket übergeben, ohne zu fragen, wer ich sei.

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6
Das Komplott

An diesem heissen Juli Tag habe ich mich davongemacht. Der Concierge hat mir das erwähnte Paket übergeben, ohne zu fragen, wer ich sei.

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7
Das geheime Treffen der Presidenten

Diese Ampel hätte mein Leben beinahe zerstört.

Jetzt liege ich im Dunkeln. Am Boden. Es ist warm und laut. Ich höre Maschinengeräusche und rieche abgestandener Essig. Meine Augen sind zugeklebt.

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8
Die zweite Flucht

Ich ziehe die Fernbedienung aus der Hosentasche. Kann die mich noch retten? Richard Kimble hat mich gewarnt, "Don't mess up", das klingt mir noch nach. Er hat mich gewarnt, dieses Ding nur einmal zu benützen.

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9
Shit

"Ist das Barbie? Die von Mattel?".

Ich stehe in ihrem Schlafzimmer und versuche zu ergründen, wie ich hierher gekommen bin. Mein Kopf schmerzt und meine Augen flimmern. Ich bemerke die Fernbedienung in meiner Hand. Das bringt meine Erinnerung wieder in Reih und Glied. Da war doch dieser misslungene Fluchtversuch, wo ich im All gelandet bin. Nun, dieser hier scheint mir ja gelungen zu sein. Das wird mir niemand glauben.

Barbie hat mich noch nicht entdeckt. Sicherheitshalber verstecke ich mich hinter dem Vorhang.

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10
Was schon wieder? Shit!

Mir steht wieder einmal der Atem still. Diese Stimme kenne ich von meinen Besuchen in Tripoli. Damals war ich für Ronald Reagan als Vermittler zwischen Libyen und den USA tätig. Das ist ja Muammar Qaddafi.

"Barbie, ich bringe dich nach Hause", höre ich ihn sagen.

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11
Calmy-Rey's Trick-Kiste

Der Nordafrikaner lässt seine Waffe fallen uns starrt Micheline an. Ueli lässt seine Rechte, mit der er den Revolver hält, sinken und schaut in Richtung Micheline.

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Man joking in the Park

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Heiliger Stuhl
Er ist aus kräftigem Holz geschreinert. Aus einem kleinen, lieblichen Wald. Antonio hat ihn mit viel Liebe gestaltet und seine volle Kreativität dafür genutzt. Es ist sein Meisterwerk geworden. Nur, seine Zukunft konnte er nicht beeinflussen. So hat er ihm viele Tränen nachgeweint, denn er wusste viel über das Leben und wie es jeden herum schütteln kann, wenn man am falschen Ort landet. So ist dieser Stuhl in ein grosses katholisches Haus gekommen und dort pompös ausstaffiert worden. Man wollte alle damit beeindrucken. Seit jener Zeit ist er katholisch und steht immer noch am gleichen Ort. Er ist heilig. Warum weiss er nicht. Er weiss nicht einmal was heilig ist. So steht er halt einfach da, schweigt und ergibt sich seinem Schicksal. Heute leidet er an Altersschwäche. Es muss Arthritis sein. Er weiss es, denn alle die auf seiner Sitzfläche gesessen haben, hatten darunter gelitten. Deshalb will er als Heiliger Stuhl aufgeben. Er hat genug von allem. Alles schmerzt ihn. Überall. Er ist auch geplagt von dieser Heuchelei um ihn herum. Diesen ewigen Heimlichtuereien. Diesen ständigen Lügen, die er sich anhören muss. Und vom ewigen Geiz. Er hat einfach genug. Eigentlich sind seine Gebeine schon dem Frass der Würmer ausgesetzt. Er weiss es, seine Zeit ist gekommen. Auch Antonio kann ihm nicht mehr helfen. So wird er wohl als Kaminholz abdanken. Mit einer schwarzer Rauchwolke über Rom. Als sein letzter und wirkungsvollster Auftritt. Der Papst muss von dann weg stehen, was ihn zur Abdankung zwingen wird. Kein Stuhl, kein Papst. Keine Heiligkeit. So einfach ist es. Von dann weg kann man als freier Tourist Rom besuchen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

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New York Street Dealer on 42nd Street

Eine Frage, die mich seit meiner Jugend beschäftigt
und die bisher niemand beantworten konnte.

Warum hat kein Papst
jemals den Nobelpreis
für Frieden erhalten?

Was denken Sie, ist wohl
der Grund dafür?
Ich meine ja nur, oder ;-)

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Wenn Du auf dem Mount Everest stehst,

im gleissendem Sonnenlicht, morgens um 11 Uhr,
den Körper auf dem linken Bein balancierend,
den rechten Fuss leicht angehoben und nach
vorne gestreckt, 
mit der Absicht, auf die Spitze
des K2 hinüber zu setzen, 
dann kannst Du dich
als Optimist bezeichnen.

Du hast jede nur denkbare Einschränkung
aufgelöst 
und deinem geistigen Wachstum freie
Fahrt gegeben.

Der Mt Everest und deine geistige Einschränkung

Unschuldig

Ich bin Nadir.
Meine Heimat ist Palästina.

Heute ist mein Geburtstag

Siehst Du die Polizeistation dort drüben?
Da gehe ich jetzt hin.

Mein Alltag ist Blut und Asche

Die Schulen sind zerstört.
Meine Schwestern sind tot.

Unter meinem Hemd klebt die Granate

Heute werde ich neun Jahre alt.
Mein Spielplatz bleibt das Schlachtfeld.

Ich spüre den Auslöser in der Hand

Gestern ist meine Mutter verbrannt.
Palästina ist so weit weg.

Ich betrete die Polizeistation

Meine Seele ist heimatlos.
Mein Herz schreit ein letztes mal.

Die Explosion erlöst mich von allem Schmerz

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Geld anlegen macht Spass

Geld haben Spass


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Die Papstwahl
Aishwarya sitzt im Delhi Cafe an der Mahatma Gandhi Road. Der Lärm ist ohrenbetäubend, trotzdem ist sie vertieft im Gespräch mit ihrer Freundin Chandrakanta. "Mir ist es immer noch nicht klar, warum die in Rom wieder einen Mann zum Papst wählen. Wir, Du und ich wären geradezu ideal, diesen Job zu machen".

"Ja, Du sprichst mir aus dem Herzen", sagt Chandrakanta. "Wir heiligen Kühe sind ja schon heilig, bevor wir auf die Welt kommen und wir leben ein Leben in Bescheidenheit".

"Genau, Du sagst es Chandrakanta, und alle respektieren uns, wo immer wir uns aufhalten. "Unsere Heiligkeit ist kein Schein".

"Denkst Du die mögen Frauen nicht?" meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Lächeln.

"Man kann das nicht so genau sagen, weil eben keine Frauen zugelassen sind im Vatikan. Eines fällt jedoch schon auf, sie tragen alle Frauenkleider".

"Ja", meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Augenzwinkern, ""die haben die Hose nicht an"".

"Shit!"

Diese bemerkenswerte Aussage hört man täglich, in der U-Bahn, am Arbeitsplatz, an Hochzeiten und auch in Kindergärten. Neuestens hört man es auch von Neugeborenen. Jetzt ist es in den Staaten offiziell anerkannt, als dasjenige Wort, welches Säuglinge als erstes kurz nach der Geburt heraus schreien.

Mir stinkt's langsam.

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Mann
Einer alleine ist ein Feigling. Zu zweit machen sie sich Mut. Drei Männer starten einen Krieg und reissen das Land mit hinein.

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Der Diktator
Die Maschine steht auf dem Rollfeld. Startbereit.

Vom Flughafen Gebäude nähert sich eine Luxuslimousine und steuert direkt auf die Maschine zu. Der Präsident und seine Familie verlassen den Wagen und eilen die Treppe hinauf. Sie tragen Aktenmappen mit sich.

"Ist alles Gold und die Diamanten da?" ruft der Diktator. "Habt ihr eure Pässe?". Seine Augen schauen unsicher zum Gebäude zurück. Er wischt sich die Stirn mit seinem Damast Taschentuch und geht in das Staatsflugzeug, welches ihm das Volk geschenkt hat. Die wissen nichts davon, aber den Präsidenten freut es schelmisch.

Er hat sich angeschnallt und schaut nochmals zum Flughafengebäude, welches einst ihm gehört hatte, wie auch das Land und deren Einwohner, als er eine Masse von Menschen sieht, die in Richtung seiner Maschine stürmt.

Er schreit seinem Piloten zu "Starten, sofort, wir müssen weg". Wie gebannt sieht er die Menge näher kommen, als die Motoren aufheulen und die Maschine sich in Bewegung setzt.

"Dieses dumme Volk", murmelt er, "was denken die sich eigentlich". Er sieht die Masse gefährlich nahe kommen, als es dem Piloten gelingt Geschwindigkeit aufzunehmen.

Er schaut zu seiner Frau hinüber, welche ihren Schmuckkoffer im Schoss trägt.

"Mach dir keine Sorgen Chérie, bald wirst du ihn wieder tragen können". Seine Frau verliert eine kleine Träne und lächelt ihm dann zu.

Währenddessen hat die Maschine von der Piste abgehoben und steigt in die Höhe. Zum letzten mal blickt der Präsident hinunter und schliesst seine Augen nachdem er einen tiefen Atemzug genommen hatte. "Dieses dumme Volk, warum habe ich es so lange ausgehalten".

Zwei Stunden später
"Paris, Paris, bitte kommen", ruft der Pilot in's Bord Mikrofon. "Ja, hier Paris, einen schönen guten morgen, wer ist dran?" Es tritt eine kleine Pause ein, dann antwortet der Pilot, "Präsident Zine El Abidine Ben Ali". Wieder folgt eine kleine Pause, nein es ist ein Schweigen. Totenstille. "Hallo, Paris, Hallo Paris, was ist los?", ruft der Pilot ins Mikrofon. "Wir fragen um Landeerlaubnis".

Schweigen.
Ein Räuspern vom Kontrollturm lässt den Piloten aufhorchen. "Können wir landen? fragt er. Die Stimme vom Turm antwortet mit, "Sorry, keine Landeerlaubnis, fliegen Sie einen anderen Flughafen an".

Der Präsident, der eigentlich keiner mehr ist, schreit in das Cockpit. "Verdammt, wir müssen landen, das Kerosen reicht nur noch für eine Stunde".

Weitere Zeit verstreicht
"Herr Präsident, die Flughäfen verweigern uns die Landung". Ali geht zerknirscht und wütend zurück in die Kabine.

"Das alles habe ich meinem undankbaren und dummen Volk zu verdanken", bemerkt er zu seiner Frau. Er setzt sich neben sie und legt seinen Arm auf ihre Schultern. Ein zufälliger Blick hinaus lässt ihn entsetzt aufspringen.

Sein Pilot fliegt wenige Meter über der Wasseroberfläche um Treibstoff zu sparen.

Der President, oder nennen wir ihn doch einfach Ali, stürmt zurück in's Cockpit und schreit den Pilot an, "Höher steigen, sie Idiot, oder wollen sie abstürzen?".

"Herr Präsident, Sie sind schon abgestürzt, ich suche nur ein unauffindbares Grab für sie".

Ali's Tunesisches Volk hat an diesem Tag die Freiheit gewonnen.

Freie Wahlen für das Volk
Der erste Diktator hat sein demonstrierendes Volk besiegt.

Am Abend, nach den letzten Schüssen, sitzt er mit seinem General beim Dinner.

"Das war kein leichtes Unterfangen, Herr General. Sie haben für mein Land grossartige Arbeit geleistet. Diese unzufriedenen Menschen wissen ja nicht, wie schwer es ist ein fürsorgender Landesvater zu sein".

Der General kaut gerade an einem Stück grilliertem Lammfleisch und ist glücklich, nicht antworten zu müssen. Er nickt mit dem Kopf und schluckt sein Fleisch herunter.

"Wir werden jetzt Wahlen ansetzen, damit diese Unwissenden mich zu ihren Präsidenten wählen können".

Der General hat sein Besteck in den Teller gelegt, wendet sich zum Diktator hin, schaut ihm ins Gesicht und nimmt einen tiefen Atemzug, "Herr President, es gibt kein Volk mehr, zählen sie die Grabsteine als Stimmen und ihr Volk wird Sie ohne Widerstand wählen".

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Diktatur
Eine Gewaltherrschaft, welche harmlose Menschen in ihrer grundlegenden Freiheit unterdrückt. Die Medien möchten uns glauben lassen, dass es sich immer um einen korrupten Staat handelt.

Dem ist nicht so. Wenige Menschen wissen, dass man auch ein Wirtschaftsunternehmen diktatorisch führen kann. Oder einen Kleinbetrieb mit herrschsüchtigem Besitzer. Wie steht es mit der Familie, die vom Oberhaupt befehligt wird oder einem kontrollierendem Hausbesitzer?

Wir finden sie überall auf diesem Planeten.

Es sieht so aus, als werden Menschen mutiger und fordern ihre Freiheit. Überall. Also denn, Kinder, Mütter, Angestellte, Mitbürger, die Freiheit ist frei, Du darfst sie dir zurückholen. Aber bitte ohne Gewalt. Die Diktatoren scheinen langsam zu verstehen was wir wirklich wollen.

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Eine friedliche Idee
Wenn wir Menschen, ich meine alle jene Arbeitnehmer, welche für die Waffenindustrie arbeiten, also diejenigen die auf irgend eine Art und Weise an dieser Produktion für die Mächtigen beteiligt sind, wie Uniformen schneidern, Kampfrationen anfertigen, Fallschirme nähen, Platinen löten, sowie Landminen, Jagdbomber, Maschinengewehre, Kampfpanzer und anderes herstellen, wenn wir also alle einstimmig dieselbe Idee vom Frieden und Harmonie in uns tragen und unsere Krank machende Arbeit aufgeben, jetzt und für immer, wird es nie mehr bewaffnete Konflikte zwischen Nationen und deren wunderbare Bürger geben, auch keine Morde und andere Gräueltaten, unter denen die Menschheit immer mehr leidet. Alles wäre plötzlich anders, so wie Du es dir immer erträumt hast. Machst Du mit? Denk mal darüber nach und trage diese Idee weiter unter die Menschen.

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Ein Hund der pinkelt

Es ist Mittagszeit. Ich führe Cacey, eine ungarische Jagdhündin, in den Central Park.

An einem sanft abfallenden Hügel spielen Kinder von ihren Nannie's begleitet. Cacey hat einen Platz zum urinieren gefunden und geht in ihre typische Hocke.

Ich schaue den Kindern zu wie sie sich vergnügen und bemerke das Mädchen welches wie gebannt auf Cacey starrt. Ihr Mund ist weit geöffnet. Cacey pinkelt lange, länger als eine Minute. Cacey muss sie beeindruckt haben. Denn jetzt hält sie ihre Hände überrascht vor ihren Mund. Nur ihre Augen sind sichtbar. Sie hält den Atem an. Endlich, Cacey ist fertig. Ich bleibe stehen und beobachte das weitere geschehen. Das Mädchen läuft zu ihren Freundinnen und ruft ausser Atem, "Ein Hund hat gepisst", "Ein Hund hat gepisst". Die anderen lassen sich nicht vom Spiel ablenken. Sie ruft nochmals, lauter und jetzt braucht sie ihre Arme um die Freundinnen zu überzeugen. "Ein Hund hat gepisst, kommt seht her". Jetzt zeigt sie die Grösse der Lache an. Die Freundinnen unterbrechen ihr Spiel und laufen dem Mädchen nach um sich die Lache anzusehen. Doch die ist versickert. Nichts ist mehr sichtbar. Sie sind enttäuscht. Eines der Mädchen meint, "Es kommt bestimmt ein anderer Hund, der pissen muss".

Beim weggehen sehe ich sie auf der Bank sitzen, ihre Blicke gehen hin und her, auf der Suche nach einem pinkelnden Hund.

Samstag. Die Post in Harlem

Übrigens war ich noch im Postgebäude um zwei Pakete abzuholen. Vor mir steht ein schwarzer am Schalterfenster. Ich hörte ihn jetzt zum zweiten mal gereizt sagen, "Ich hab doch gerade gesagt, eines nach dem andern". In der einen Hand hielt er drei Abholzettel, welche er schützend an seine Brust drückte.

Die Post-Beamtin hatte schon einen in ihrer Hand und hielt ihm auffordernd die andere Hand entgegen, um die restlichen Zettel entgegen zu nehmen. Das wollte er einfach nicht. Wieder sagte er, jetzt aber schreiend, "Ich hab es doch schon einmal gesagt, eines nach dem anderen, verdammt".

Der kleine, dickliche Senior mit Krücken, der neben ihm gestanden hatte und auf etwas gewartet haben muss, sagt zu ihm, "Passen Sie auf, wie sie sich benehmen, Sie befinden sich in einem Bundesgebäude. Ich rufe die Polizei, wenn sie die Postbeamtin nochmals anschreien".

Respekt, habe ich gedacht, dieser Latino hat ja einen drauf. Ein cooles Maul und keine Angst. Der Schwarze jedenfalls hat danach ganz weinerlich gesagt, "Eines nach dem anderen bitte". Das muss gewirkt haben.

Als der dann gegangen war, wandte sich der Latino uns zu und sagte,"This Fucking Asshole".

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Gnadenbringende Weihnachtszeit
Samstag morgen. Es ist kühl. Auf einer Wolldecke, vor dem Whole Food Supermarkt am Union Square, sitzt der rothaarige und traurig wirkende junge Mann. Er zupft den Wollshawl zurecht um seinen Nacken zu schützen. Vor sich auf dem Boden liegen vier Zeichnungen, die er zum Verkauf anbietet.

Obdachlos steht auf seinem Kartonplakat und dass er etwas Geld verdienen möchte um sich ein Frühstück kaufen zu können.

Vor ihm stehen vier Erwachsene in Santa Klaus Kostüm. Einer von ihnen weist den jungen Mann weg. Ohne zu insistieren packt dieser seine Sachen zusammen und geht. Er macht mir einen verlorenen Eindruck.

Jetzt stellen die vier Kläuse ihr Plakat auf und machen sich bereit zum singen. Ich lese "The Salvation Army". Wir geben immer unser Bestes!