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The Killer
Er muss mich in der Subway entdeckt haben, obwohl ich mich gegen das Fenster richtete, um den Blicken der Passagiere zu entgehen.

Meine übliche Vorsichtsmassnahme hat versagt. Ich bin erkannt worden und befinde mich offensichtlich in Gefahr.

Beim Verlassen des Wagens ist er mir gefolgt. Auf dem Weg nach Hause fühle ich seine Anwesenheit, ohne ihn jedoch zu Gesicht zu bekommen. Sorgen kommen auf. Früher hatten mir in ähnlichen Situationen meine Reflexe geholfen, meine Verfolger ins Leere laufen zu lassen oder sie zu eliminieren.

Doch diesmal ist es anders. Wo ist bloss mein Instinkt? Liegt es am Alter oder an meiner Müdigkeit, dass er mich ausgerechnet jetzt im Stich lässt? Meine Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Immer schnelleren Schrittes nach Hause schreitend, versuche ich meinen Verfolger anzuschütteln. Uff! Es ist geschafft. Erleichtert schliesse ich die Tür hinter mir.

"Was ist das?" Oh Schreck, der Killer ist in der Wohnung.

In der Küche muss er sein. Sicherlich ein Vertreter der neueren Generation, gegen die ich nicht gerüstet bin. Keine Waffe, nichts. Wohl oder übel muss ich mich mit blossen Händen verteidigen. Meine Nerven liegen blank. Vielleicht mag mich der Fernseher vor der drohenden Gefahr abzulenken. Oh ja, der Werbeblock ist genau das Richtige. "Fieber, Kopfweh, Muskelschmerzen und Frösteln?" tönt es aus dem Lautsprecher. "Schützen Sie sich vor dem gefährlichen Killer-Virus. Unser Antigrippe-Medikament befreit sie rasch von den quälenden Beschwerden. Auch zur Vorbeugung geeignet. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!"

Ich bin nochmals davon gekommen.

© 2005 Peter Kunz

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