Ich bin immer noch Ferrari-Fan
Jetzt bin ich fast rot geworden. Es ist so, ich liebe diesen Namen. Ferrari. Was gibt der alles her.
Die Wagen sehen im Vergleich geradezu langweilig aus. Nur in den Farben und Reklameaufschriften unterscheiden sie sich voneinander.
Gewinnen kann jedoch nur ein Wagen, der am besten abgestimmte. Der kriegt den Champagner. Das Interview macht der Fahrer. Dieser bedankt sich beim Team. Das sind die, welche in den roten Overalls herumrennen und schreien.
Die hängen auch das Cockpit zwischen die Räder. Damit nimmt der Fahrer, sorry, der Pilot, die Kurven auf der Rennpiste und nicht durch die Luft.
Für die Luft, von der es für die Renningenieure immer zuviel hat, sind die Front und Heckspoilers da. Durch den Fronspoiler kommt ein Teil der Fahrtluft hinein und kühlt den Motor. Über die Heckspoiler kommt sie dann, flimmernd vor Hitze, wieder heraus. Heiss, für den der hinterher fährt.
Die Aerodynamische Form des Wagens, bringt zusätzlich Zeitgewinn. Die übrig gebliebene Fahrtluft liebt diese ideal geformten Körper. Diese leisten keinen Widerstand und geben sich dem Fahrtwind sanft hin. Der Höhepunkt kommt dann von selbst mit dem Podestplatz.
Obwohl in der Formel1 Benzin in Litern getankt wird, ist dessen Gewicht entscheidend. Je leichter, desto schneller. Da werden Zehntelssekunden gewonnen. Das Team das den Wagen am schnellesten tankt und damit zusätzliche zehntels Sekunden gewinnt, haben meistens rote Gesichter. Viva Ferrari.
Die vier schwarzen Reifen am Wagen sind Gesprächsstoff von allen Fans. Sind sie zu weich, wenn's kalt ist oder zu hart wenn's heiss ist, hat man den falschen Reifen gewählt. Für die Fans sind dann die Entschuldigunen der Ingenieure viel zu gummig, aber willkommener Gesprächsstoff.
Im Cockpit steckt nicht nur der Fahrersitz, sondern auch das Hirn des Wagens. Wenn der Fahrer auf die Lämpchen am Steuerad schaut, weiss er schon alles. Er muss dann nur noch auf's Gas- oder Bremspedal drücken.
Das Cockpit ist auch seine Lebensversicherung. Dieses muss die härtesten Crashtests aushalten, um von der Rennkommision zugelassen zu werden. Der Fahrer braucht nur einen gültigen Fahrausweis. Nichts wird dem Zufall überlassen.
Forza Ferrari!
