Das Stück Fleisch grinst mich dumm an
Es steckt zwischen zwei Pelzen. Einem Mantel und einer Mütze. Beides um die 20'000.00 Dollar wert. An der Madison Avenue in New York. Das Stück Fleisch scheint nicht mehr ganz frisch zu sein.
Darüber spannt sich eine braune Haut. Geröstet vom Solarium oder von der Florida Sonne. Spannfalten sind sichtbar, überall. Der Mund grinst immer noch. Warum eigentlich?
Der Chirurg hat zuviel Haut nach hinten gezogen. Der Mund grinst jetzt ewig vor sich her.
Hier an der Upper East Side tragen viele die Sonnenbrille und den Hut über die Stirn gezogen. Andere tragen einen Hut und senken den Kopf. Niemand soll ihr Grinsen sehen.
Das letzte mal bemerkt es der Pfarrer an der Abdankung.
Es beweist ihm einmal mehr die grosse göttliche Wahrheit, Sterben muss schön sein.
Und wer grinst da in den hinteren Kirchenbank? Die Erben.
