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Per Zufall gehört
Heute begegnete ich einer Mutter mit ihrem Sohn.

Die Mutter: "Wieso hast du dein Spielzeug verlieren müssen?"
"Mami, ich habe es nur in der wirklichen Welt verloren, ich spiele ja immer noch damit."

Sinn des Lebens?

Mehr als neun Monate "sitzt" Du im Dunkeln.
Niemand ist da zum spielen. Nichts zum kauen
und ewig nass.

Du hörst all das dumme Gerede um dich herum.

"Ahh, Ohh, wie süss". "Ja, er schlägt dem Vater nach."
"Wir sind ja so glücklich". "Er ist unsere grosse Liebe".

Das geht zwei Jahre, dann ist Schluss. Niemand weiss
mehr so genau, warum Du unter uns weilst.
Du bist allen im Weg, fragst zuviel und machst alles
kaputt.

Jetzt wird geschrien, geschubst und gestossen.
Du musst essen, was dir vorgesetzt wird. Du musst
früh ins Bett und all das tun, was die andern
von dir wollen.

"Fuck you", geht es dir in deutsch durch den Kopf.
"Wartet nur, wenn ich frei bin, dann . . .".

Solche Gedanken fassen langsam Fuss
im Unterbewusstsein.

Dann, nach der Schule und den Lehrjahren,
wenn Du einen rechten Beruf "ergriffen hast"
geht es mit Deinem Leben endlich los.

Saufen, Rauchen, Vögeln, Fluchen,
dem Pfarrer die Ehre erweisen,
Fressen, Furzen, Kotzen,
Dummheiten kommunizieren,
die Juden verfluchen, Christus vergessen,
ein Gerücht ausstreuen, die Frau des Chefs vögeln,
Fressen, Fluchen, Lügen, die Lehrtochter vögeln,
die Krankenkassenprämie bezahlen,
Toiletten in Restaurants beschmutzen,
auf der Autobahn herum rasen,
im Supermarkt herum irren,
die Tochter des Freundes vögeln,
Benzin nachtanken, Kontaktanzeigen lesen,
Bluffen und ein grosses Maul führen,
ans vögeln denken, Fressen, Saufen, Fernsehen,
den Presidenten wählen, den Verkehr verfluchen,
einmal richtig Rülpsen, weils Spass macht,
gelangweilt den Sonntag verbringen,
vom vögeln träumen,
dann zur Nachbarin Guten Tag sagen,

ins Puff, weil die Nachbarin in den Ferien weilt,
an die Beerdigung und traurig drein schauen,
Angst vor dem Sterben verdrängen,
mit Kollegen das 2:0 besaufen,
die Steuern zahlen, höllisch fluchen,
berühmt werden wollen,

ins Puff, weil die Nachbarin in den Ferien weilt,
an die Beerdigung und traurig drein schauen,
Angst vor dem Sterben verdrängen,

Haben wir das nicht schon mal gemacht?

Ist das mein Leben?

Hat Du noch andere Fragen?

Sinn des Lebens

Des Vaterland ruft

Oh Vaterland, Oh Vaterland,
Du rufst mich in den Krieg.

Ich stehe stramm und denke nicht,
dann sag ich ja und gehe hin.

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No_Parking_NY.jpg

Heiliger Camillen-Tee

Karl hat fertig geträumt, es ist 05.32 Uhr. Das Morgenlicht
wirft ihre Strahlen auf das Gesicht der Frau, die neben
ihm liegt.

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