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Per Zufall gehört
Heute begegnete ich einer Mutter mit ihrem Sohn.

Die Mutter: "Wieso hast du dein Spielzeug verlieren müssen?"
"Mami, ich habe es nur in der wirklichen Welt verloren, ich spiele ja immer noch damit."

Welch ein Prinz

Der Prinz von England reitet Heim.
Über Stock und Stein.

Heute will er einen Prinzen zeugen.

Die Prinzessin wartet mit Camillentee.
Sie weiss es, das Land braucht einen gesunden Prinzen.
Einer der den Thron besteigen kann.

Dafür besteigt Karl jedes Hindernis. Auch Camilla.

Zu Hause nippt er am Camillentee
Der macht ihn heiss.
Doch das reicht nicht aus.

Seine Mutter Elisabeth wundert sich nicht.

"Karl war halt immer ein schwächlicher Bub.
Er wurde schon beim Onanieren müde.

Welch ein Prinz

Sinn des Lebens?

Mehr als neun Monate "sitzt" Du im Dunkeln.
Niemand ist da zum spielen. Nichts zum kauen
und ewig nass.

Du hörst all das dumme Gerede um dich herum.

"Ahh, Ohh, wie süss". "Ja, er schlägt dem Vater nach."
"Wir sind ja so glücklich". "Er ist unsere grosse Liebe".

Das geht zwei Jahre, dann ist Schluss. Niemand weiss
mehr so genau, warum Du unter uns weilst.
Du bist allen im Weg, fragst zuviel und machst alles
kaputt.

Jetzt wird geschrien, geschubst und gestossen.
Du musst essen, was dir vorgesetzt wird. Du musst
früh ins Bett und all das tun, was die andern
von dir wollen.

"Fuck you", geht es dir in deutsch durch den Kopf.
"Wartet nur, wenn ich frei bin, dann . . .".

Solche Gedanken fassen langsam Fuss
im Unterbewusstsein.

Dann, nach der Schule und den Lehrjahren,
wenn Du einen rechten Beruf "ergriffen hast"
geht es mit Deinem Leben endlich los.

Saufen, Rauchen, Vögeln, Fluchen,
dem Pfarrer die Ehre erweisen,
Fressen, Furzen, Kotzen,
Dummheiten kommunizieren,
die Juden verfluchen, Christus vergessen,
ein Gerücht ausstreuen, die Frau des Chefs vögeln,
Fressen, Fluchen, Lügen, die Lehrtochter vögeln,
die Krankenkassenprämie bezahlen,
Toiletten in Restaurants beschmutzen,
auf der Autobahn herum rasen,
im Supermarkt herum irren,
die Tochter des Freundes vögeln,
Benzin nachtanken, Kontaktanzeigen lesen,
Bluffen und ein grosses Maul führen,
ans vögeln denken, Fressen, Saufen, Fernsehen,
den Presidenten wählen, den Verkehr verfluchen,
einmal richtig Rülpsen, weils Spass macht,
gelangweilt den Sonntag verbringen,
vom vögeln träumen,
dann zur Nachbarin Guten Tag sagen,

ins Puff, weil die Nachbarin in den Ferien weilt,
an die Beerdigung und traurig drein schauen,
Angst vor dem Sterben verdrängen,
mit Kollegen das 2:0 besaufen,
die Steuern zahlen, höllisch fluchen,
berühmt werden wollen,

ins Puff, weil die Nachbarin in den Ferien weilt,
an die Beerdigung und traurig drein schauen,
Angst vor dem Sterben verdrängen,

Haben wir das nicht schon mal gemacht?

Ist das mein Leben?

Hat Du noch andere Fragen?

Sinn des Lebens

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Spiegelung unserer Gesellschaft

Ueli der Kapitän

"Ich rudere im Gummiboot,
ohne Wasser und Brot,
Niemand kann mir folgen,
alle sind schon tot".

Ueli singt sein geliebtes Seemanslied. Nach der heutigen Sitzung im Bundeshaus kommt er verschwitzt nach Hause. Er will nir eines, ein heisses Bad und Fernseh schauen.

Er spuckt sich den Seifenschaum von der Lippe. Sein Blick schweift über die hohe See im Süden von Somalia. Das Wasser steht ihm bis zu den Schultern. Hier sind Piraten am Werk, denen er das Handwerk legen wird.

Er nimmt den Plastikfrosch und zwei Entchen, ein Geschenk von Adolf Ogi, aus der Wanne. Dann schaut er verzückt auf die grosse, gelbe Ente und drückt sie unter Wasser. Dann lässt er seine Hand los. Die Ente springt aus dem Wasser, hoch in die Luft und landet auf ihrem Kopf.

"Genau das ischt es", lacht Ueli schelmisch. "Das muss ich mit Chrischtph besprechen".

Er hat die alarmierenden Berichte von Schiffskaperungen gelesen. Piraten werden dreister und kapern unverfroren Supertanker.

"Der Chrischtoph wird staunen und froh sein, dass ich im richtigen Departement bin". Er greift sich die Brause und spült sich den Schaum aus seinen Haaren.

Mit geschlossenen Augen sieht er sich auf der Kommandobrücke, stramm, mit marineblauer Uniform, dem Schweizerkreuz auf der Brust. Er gibt das Kommando an seine Marinesoldaten, die meisten kommen aus dem Aargau.


Wasserfrosch

Schon wieder Krieg?

"Hallo, ich bin der President Ihres Landes".

"Guten Tag Herr President, nett dass Sie
ihre Landsleute anrufen".

"Gern geschehen.
Ich brauche Sie für meinen nächsten Krieg".

"Oh, meine Tochter heiratet heute.
Gartenparty, Familienplausch, Fun, und so,
Sie wissen ja. Ich bin der Vater und
will mit feiern".

"Ghm" (hörbares Schlucken)

"Es tut mir leid, Herr President,
ich habe wirklich nichts damit zu tun.
Springen Sie doch für mich ein."

Des Vaterland ruft

Oh Vaterland, Oh Vaterland,
Du rufst mich in den Krieg.

Ich stehe stramm und denke nicht,
dann sag ich ja und gehe hin.

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Das Job Interview

"Guten Tag Frau Kristen, schön dass Sie gekommen sind."

Das Job Interview

Heiliger Camillen-Tee

Karl hat fertig geträumt, es ist 05.32 Uhr. Das Morgenlicht
wirft ihre Strahlen auf das Gesicht der Frau, die neben
ihm liegt.

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