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3
Wie das Drama begonnen hat

"Call me Smartie X, alright?. Und keine Fragen, jetzt habe ich die Bühne". Smartie X holt tief Luft und fährt im britischen Akzent fort, "Heute wird sich dein Leben in ein Drama verwandeln. Oder Du vergisst jetzt, was Du soeben erlebt hast und verlässt das Oval Office."

Ich schlucke leer und verschlucke mich beinanahe am letzten Smartie, das ich auf der Zunge habe. Mein Hirn arbeitet langsam, da hilft nicht einmal der Smartie-Zucker als Katalysator um meinen Denkprozess anzukurbeln. Scheisszucker.

"Gibt es eine Alternative?", frage ich äusserlich gelassen und innerlich vibrierend.

"Tod!" sagt er und schaut mir in die Augen, die kälter wirken als der Aletschgletscher am 11ten Januar 1864, als Dracula von Transilvania über die Alpen nach Davos, zum Dreizehnten Blutkonserven-Kongress, gereist ist.

Gänsehaut überzieht meine Haut. Ich blicke hinüber zu Ronald. Der sitzt so starr da wie ich. "Was ist hier los?", denke ich, so heimlich wie nur möglich, damit der Smartie das nicht merkt.

Eine irre Welt
In diesem Moment geht die Tür auf und ein Kopf wird sichtbar. Der dazugehörende Mann fragt "Hat jemand die Monica gesehen?" Smartie faucht ihn gehässig an "Bill, geh jetzt nach Hause, oder ich ruf Hillary".

Smartie wendet sich wieder uns zu. Er schaut uns beherrschend an und beginnt zu sprechen. Hier gebe ich aus meiner Erinnerung das wieder, was er uns damals im Weissen Haus erzählt hat.

Ronald im Amt
Ronald Reagan habe beim Antritt zu seiner ersten Amtszeit einen Vertrag mit der Walt Disney Company abgeschlossen. Reagan sei vielleicht ein talentloser Schauschpieler, bemerkte Smartie X, aber ein phänomenaler Business Man. Es würde auch verheimlicht, dass sein wirklicher Vater Dagobert Duck"s Onkel war, ein schlechtbezahlter Mitarbeiter im Dschungelbuch, auf auf Seite vierzehn, wo er nur einen Satz sagen durfte.

Zurück zur Geschichte. Bei der Vertragsunterzeichnung ist Dagobert Duck dabei gewesen.

Geld ist Macht
Walt Disney hätte ihn als ärmlichen Enterich in die Welt gesetzt. Als armer Schlucker, schlecht aussehend und immer in Geldnot. Das habe Dagobert nicht verkraftet. Er wollte reich sein. Um seinen Plan zu verwirklichen, nutzte er Walt's Eitelkeit. Er hätte ihn überzeugt, dass ein reicher Dagobert beim Publikum besser ankommen würde.

"Zeig mich in Goldmünzen schwimmend", suggerierte er, "zeichne mir einen Keller voller Geld. Mit deinem zeichnerischen Talent ist das eine einfache Sache".

Dagobert habe dieses Geld dann heimlich in die Erdölgewinnung investiert. Damit sei er reich geworden. Sehr reich.

Macht macht keinen Spass
Die Gesellschaft der Superreichen habe einen schlechten Effekt auf ihn gehabt. Er hätte sich über Langeweile geklagt. Über Rockefeller's Humorlosigkeit, J.P. Morgan's Steifheit und den Grössenwahn der Rothschild's.

Er wollte aus diesem Grund seinem Leben ein Ende bereiten. Nachdem er mehrere male aus dem Fenster gesprungen ist, ohne Erfolg, hätte er resigniert. Der Architekt habe ihm bestätigt, dass sein Haus nur aus einem Erdgeschoss bestehe.

Er habe sich dann entschieden zu meditieren. Seine Lehrer waren Rocky Balboa und Conan, der hirnlose Barbar. Vom Fittnesstraining wollte er nichts wissen. Aber die Meditation hätte es ihm angetan. Das sei ihm leichtgefallen, da die beiden Idioten nie ein Gesprächsthema gehabt haben. So sei es immer still gewesen bei ihren Begegnungen. Man sagt ja, Stille ist die beste Meditation.

Das habe dann Ergebnisse gezeigt.
FORTSETZUNG

Lesen Sie in der nächsten Folge über Ronnies Abenteuerlust

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2
Das unheimliche Geheimnis
des Ronald Reagan

Es ist 3 Uhr am Nachmittag, im Juni 1976. In Washington ist es 34 Grad heiss. Ich sitze mit Ronnie im Oval Office.

Ich habe ihn für einige Monate nicht gesehen. Wie immer sieht er gut aus, gross, schlank und braun gebrannt. Hinter seinem aufgeräumten Pult sitzend, greift er zur Box mit den Smarties. Er lässt einige im Mund zergehen und schaut verträumt hinaus, in den Garten des Weissen Hauses.

Smart Ronnie
Smarties hat er schon als sechsjähriger gelutscht. Das habe seinen Intelligenz-Quotienten auf volle 68 hinauf geschraubt. Die Smarties hätten ihm den Weg ins Weisse Haus geebnet und nicht Nancy, wie immer behauptet worden sei.

Er wendet sich mir zu und sagt, "Weisst Du, Pete, wir müssen wieder einmal richtig auf die Pauke hauen, wie damals in Hanoi", er lacht schelmisch. "Nancy lässt mir nicht mehr viel Freizeit wie sie das frührer getan hat".

"Willst Du probieren?". Er schüttelt einige Smarties in meine offene Hand. "Hilft deiner Intelligenz", lacht er verschmitzt. Seine Falten um die Augen zeigen ihn noch sympathischer als auf den Bildern in den Medien.

Ich führe die Hand zum Mund, als eines der Smarties unverhofft und laut aufschreit, "Stop it".

Was versteckt Ronald Reagan vor mir?
Ronald blickt auf meine Hand und erstarrt, er wird kreideweiss im Gesicht. Er schluckt leer. Sein Atem scheint zu stocken, was mir Angst einflösstt. Er hängt verloren im Lehnstuhl und atmet unregelmässig. So habe ich ihn noch nie gesehen.

"Ronnie", frag ich und stupfe ihn an der Schulter. "Ronnie, sag was ist los mit dir?". Ich fühle seinen Puls und halte mein Ohr an seine Brust. Sein Herz rast wild.

Ronnie schnappt nach Luft. Er rudert verzweifelt mit seinen Armen herum und versucht aufzustehen.

"Ronnie, bleib sitzen, ich rufe den Arzt". Er starrt mir in die Augen und gibt mir ein klares Zeichen, das "Nein" heisst. Ein kaum hörbares "Gib mir ein paar Minuten, dann bin ich wieder ok", kommt über seine Lippen.

Was hat diese furchteinflössende Reaktion ausgelöst? So habe ich ihn nie erlebt. Er ist sonst ein wahres Energiebündel.

Ronnie erholt sich rasch vom Schwächeanfall. "Nimm Platz Pete, ich habe dir etwas zu erzählen, was niemand sonst hören darf". Er holt tief Atem und fährt fort, "Das muss unter uns bleiben, es steht über dem Staatsgeheimnis".

Neugierig gebe ich ihm das Zeichen fortzufahren.

"Only Smarties have the answer"
Das grüne Smartie in meiner geschlossenen Hand macht sich bemerkbar. Es steht jetzt auf meinem Handballen und stemmt seine Fäuste in die Hüften, mit einen Fuss demonstrativ nach vorne gestellt. Mit wild verdrehten Augen starrt es Ronnie an.

Seine Stimme lässt mich erschauern. Ich fühle Schweiss der unter meinem Hemd die Brust herunterläuft. Ich stelle es auf den Clubtisch.

Beide, Ronnie und ich, blicken gespannt auf das Smartie, das tief Luft holt.

Was will es uns sagen?

FORTSETZUNG

Cat Walk

Zwei Skelette haben sich bei Karl Lagerfeld
als Laufsteg-Modelle beworben.

"Sorry, zu dick", war sein Kommentar.

Enttäuscht haben die beiden das Gebäude
mit einem Sprung durchs Fenster im neunten
Stockwerk verlassen.

Karl hat sich jetzt entschieden, seine Modelle
selber zu präsentieren.

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Eine Mordsgeschichte

Feierabend. Giovanni der Metzger zieht seine Schürze über den Kopf und hängt sie an den Haken. Er schaut in den Spiegel, drückt seine Haarwelle zurecht und verlässt die Metzgerei.

Es ist jetzt Mäusestill im Laden. Die Temperatur lässt sich mit einem Jauchzer auf 14 Grad herunter fallen.

Die Strassenlaterne wirft ihr Licht auf die grosse Wurst-Vitrine. Hier haben sich Einheimische Würste, gemeinsam mit Ausländern, zur Nachtruhe hingelegt.

Kaum ist Giovanni weg, dreht sich Salami auf die andere Seite. Er will sich nicht mit diesen Würsten sehen lassen.

Neben ihm, in seinem Schatten, liegt Mortadella. Träge und bleich. Salami riskiert einen italienischen Witz, "Fühlt sich an wie in der Leichenhalle, e Vero?".

"Lass die Witze, du blöder Salami" meint Mortadella. Salami kümmerts nicht und fragt nach der deutschen Bockswurst?" Die scheint schon zu schlafen.

Salami dreht sich auf die andere Seite. Überrascht sieht er sich einer Russin gegenüber. Er ist böse überrascht. Eine Stolitschnaja aus Russland hat er nicht erwartet. Salamis Mafia-Instinkt ist hellwach.

Die Russin macht auf Scheintot. Kein Atem ist hörbar. Das ist typisch für diese Agentinnen. Sie sieht jung aus, ihre Haut straff und glänzend. Sie steckt immer noch in ihren Netzstrümpfen.

"Hey, Sexy, roll zu mir herüber", lacht er. Nichts. Salami stupft sie und sagt, "Sag etwas, oder ich reibe meine fettige Haut an dir, Baby". Immer noch nichts. "Scheint Tot zu sein". meint er. Beruhigt dreht er ihr den Rücken zu.

Salami ist wieder dem Mortadella zugewant und sagt, "Russinnen sind doch . . .

In diesem Augenblick hört er einen Grauen erregenden Todesschrei. "Entsetzlich", denkt Salami und dreht sich instinktiv auf die andere Seite. In diesem Moment wird ihm klar, dass er den Schrei ausgestossen hat. "Ach, nein . . . ", waren seine letzten Worte und fällt in zweiundzwanzig Salamischeiben zusammen.

Es ist 07.00 Uhr, die Temperatur klettert keuchend und in Schweiss gebadet auf ihre vorgeschriebenen einundzwanzig Grad hinauf. Hans Wurst, Giovannis Ablösung, kommt pfeifend in die Metzgerei und schaut routinemässig in die Vitrine. Dann nimmt er die grosse Tafel von der Wand und beschreibt sie liebevoll. Die hängt er dann ins Schaufenster.

"Heute wieder Salami-Sandwich"


Abschied von Love

Es ist Freitag. Ich bin auf dem Weg zur Latino-Bäckerei an der First Avenue. Die Baguette, welche dort gebacken wird, kann meiner Begierde nicht entgehen. Sie ist die Begleitung für den Salat, welchen ich mir zum Abendessen zubereiten werde.

Um diese Zeit ist auf der 116ten Strasse und der First Avenue einiges los. Vor dem Beerdigungsinstitut hat sich heute eine Menschenmenge gebildet. Da gibt es kein Durchkommen. Ich suche eine Lücke in der Menge, als ein Sarg, direkt vor meinen Augen, herausgetragen wird. Ich lasse die beiden Sarg-Träger vorbei.

Ich schaue nochmals hin um sicher zu sein, was ich soeben gesehen habe. "Ein Kartonsarg?" schreit es durch meinen Kopf. "Schrecklich, das müssen die Ärmsten sein hier oben in Harlem".

Ich frage einen der Herumstehenden, wer hier verabschiedet wird. "Love", höre ich ihn sagen.

"Love?", frage ich, "Sie meinen "Love", Die Love?" Ein junger, schmieriger Mann kommt auf mich zu. Er beugt sich zu mir herunter. "Ja, Love, und diesmal wird es für immer sein".

Überrascht, verunsichert und angeekelt frage ich, "Was meinen sie für immer?".

"Na, sie ist schon einige male im Koma gelegen. Jedesmal hat sie ihre Energien mobilisiert und ist wieder zurückgekommen. Sie wollte da sein für alle, zu jeder Zeit und für immer. Ohne Einschränkung. Das war eben Love. Dumm und Naiv".

"Sind sie der Priester?". Er lacht, "Ich bin Porno, ein jüngerer und weit entfernter Verwandter von ihr".

"In was bin ich da hinein geraten?". Ich schaue nach einem Ausweg, weg von dieser bizarren Szenerie.

In diesem Moment tritt eine junge Frau auf mich zu. Sie trägt einen silbernen Dress, der gemacht worden ist, um alles zu zeigen.

"Werde nicht nervös Alter, das passiert auch Dir einmal", meint sie mit einem kratzenden Marloboro-Lachen. "Nenn mich Sexy und lass deinen Augen etwas mehr Freiheit".

Der grosse Mensch neben ihr legt seine Hand auf meine Schulter. Er schaut mir direkt ins Gesicht.

"Ich bin Sex", stellt er sich vor. Er greift Sexy am Hintern und kneift sie kräftig. "Sie kreischt und lacht. Beinahe wäre ihr die Marlboro aus dem Mund gefallen.

"Wie ist sie gestorben?", frage ich. Ein Teilnehmer der unter dem Türrahmen gestanden ist, kommt auf mich zu.

Er trägt einen billigen, glänzenden Anzug, Lackschuhe, grelle Kravatte und eine Rolex Kopie am Handgelek. "Ich muss ihr wohl den Rest gegeben haben", meint er sarkastisch.

Der Triviale redet weiter, "Ich bin One Night Stand". Er grinst, "Ich war ihre Konkurrenz. Love wollte für ewig Lieben. Ich bin für Kurzfristiges. Liebe wenn man sie braucht. Schnell, schmerzlos und ohne Verpflichtung.

"Genau, so fühlen wir auch", ruft Sexy dazwischen. "Love war so romantisch und ehrlich. Sie wollte für immer lieben, ohne Bedingung. Wir aber wollen Sex, Sex, viel und sofort. Wir sind hungrig danach. Ohne ist das Leben einsam und düster".

Die drei Girls die sich hinter Porno im Hintergrund gehalten haben, zeigen sich jetzt an seiner Seite. Alle drei lachen. Sie versuchen kokett auszusehen. "Wer sind die wohl?"

Wie wenn die Blonde meine Gedanken gelesen hätte, stellt sie die anderen zwei vor. "Das ist Levitra", sie zeigt auf eine vollbusige Blonde, "und dies ist Cialis". Die grellrote Cialis schaut mir betörend in die Augen. Die Blonde rettet mich vor ihr, indem sie sich selber vorstellt. "Und ich bin Viagra. Wir helfen jedem der Sex will, ob jung und wild oder alt und einsam. Hauptsache es wird bezahlt.

In diesem Augenblick ruft "One Night Stand" die Anwesenden zu sich. "Hört alle hin, ich habe mich entschlossen Love zu kremieren. Eine Beerdigung ist nicht sicher, die kommt sonst wieder zurück. Love hat ausgedient, wir brauchen die nicht mehr".

Mit seinem letzten Satz in den Ohren mache ich mich auf und davon.

New_York_Pastor.jpgGott sucht immer noch einen Parkplatz!
Vielleicht kann der Pastor ein Wunder vollbringen.

Stunde_am_Morgen_früh.jpg

So soll sie sein . . .

Gut gelaunt aufwachen, da der gestrige Tag so schön war.

Sich im Spiegel bewundern.

Sich anerkennend zunicken.

Gemütlich Kaffee trinken.

Deinen leeren Magen verwöhnen.

Die heisse Dusche geniessen.

Dem Gefühl die Wahl zum Kleidungsstück lassen.

Die Füsse ins Büro schlendern lassen.

Deinen Gedanken die Freiheit geben.

Auf dem Weg zum Büro dein Lächeln verschenken.

Die Arbeitskollegen als liebenswerte Kollegen begrüssen.

Den PC als hilfreichen Butler betrachten.

Nicht vergessen, dass alles so gut begonnen hat.

ring, ring, ring . . .

"Hei, Sie da, hören sie mal gut zu . . ."

Oh, da ist einer nicht so munter aufgestanden.

"Hallo, wie geht es Ihnen?
Möchten sie wissen, wie Sie sich den Tag verschönern können?"

"Was, wer, wie wie bitte?"

"Fangen Sie den Tag nochmals an. Lachen Sie sich im Spiegel zu".