" /> Simply-Ideas. Aus New York City, Texte, Geschichten, Erlebnisse, Fotos, Fantasien und mehr: August 2009 Archives

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New Yorker Park-Idylle

Das elegante Mami setzt sich neben mir auf die Parkbank. Ihre grossen Einkaufstaschen stellt sie zwischen uns. Sie atmet tief ein und lächelt. "Einkaufen ist anstrengend", bemerkt sie.

In diesem Moment kommt ihr Sohn angetrabt. Etwa dreijährig, elegant und sichtlich schlechter Laune. Er wirft seinen Designer-Rucksack auf den Boden und setzt sich auf die Bank. "Geh spielen, ich will einen Augenblick verschnaufen". Sie fordert ihn auf, zum Spielplatz zu gehen. Widerstrebend geht er.

Zwei Minuten später steht er wieder vor ihr. Sie nimmt ihn wortlos an der Hand und geht mit ihm zum Spielplatz zurück. Wieder auf der Parkbank zündet sie sich eine Zigarette an.

Nach drei Zügen steht ihr widerspenstiger wieder vor ihr. Sie sieht verzweifelt aus und schaut mich hilflos an.

Ein etwa 5 jähriger Junge kommt des Weges und geht an uns vorbei.

Sie winkt ihn zu sich heran und fragt nach seinem Namen. "Ricky", kommt es von seinen Lippen. "Hallo Ricky, chön dich zu treffen". Der schaut ihr frech und misstrauisch ins Gesicht.

"Willst Du etwas Taschengeld verdienen?". Seine Augenbrauen bewegen sich nach oben und seine Augen sind hellwach. " Mein Sohn Daniel will mit dir spielen". "Wieviel?", fragt er effizient.

Jetzt muss ich mein Lachen verstecken. Er bemerkt es und schaut verärgert weg.

"Fünf Dollar". meint sie mit unsicherer Stimme. Wortlos streckt er seine Hand aus und greift sich das Bündel Dollarscheine. Dann geht mit dem Knirps zum Spielplatz.

Schon nach zwei Zigaretten steht Ihr Sohn wieder vor ihr. Ricky ist gerade am Weggehen. Sie ruft ihn zurück und fragt ihn nach dem Grund. "Zu langweilig, meint er."

Kannst Du noch ein wenig bleiben". Er streckt ihr die offene Hand entgegen und sagt, "Five Dollar". Die arme zahlt nochmals. Ricky schnappt sich das Geld und rennt weg.

Das wird sicher einmal ein Börsenmakler oder Rechtsanwalt werden. Talent had der Kerl.

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Hallo Freiheit
Herzlich willkommen zu unserem exklusiven Interview.

Danke.

Du klingst müde. Hast Du die Energie verloren?

Na, Du weisst ja wie hart es ist, sich selber sein zu dürfen.

Das letzte mal haben wir Dich während und nach der französischen Revolution erlebt. Du hast damals blendend ausgesehen. Bewundernswert, Blutig, zerkratzt und hinkend, aber iinspirierend.

Ja, das waren andere Zeiten, incroyable, nes't pas?. Nun, jetzt ist heute und alles sieht anders aus.

Ja, Du hast Staub angesetzt.

Viele junge Menchen, meine grosse Hoffnung, wissen nichts von meiner Existenz.

Deine Aufgabe ist es doch, diese Menschen zu begeistern, sie mit dem Gedanken der Freiheit anzufeuern.

Das ist richtig. Der Staat jedoch, die Wirtschaft und unsere Gesellschaft schränken mich ein. Das macht meine Arbeit so schwer.

Ich werde als Gefährlich hingestellt und ständig überwacht. Man würde mich gerne in einem Verliess verschwinden lassen.

Das tut uns leid. Was ist denn der Grund für das Desinteresse der Jugend?

Desinteresse ist es nicht. Unwissenheit, Unkenntnis der Geschichte und die leeren Versprechungen, mit denen sie ständig abgehalten werden.

Diese töten den Wisensdurst, lähmen die Fragelist und stören die Anteilnahme am Leben. Die Motivation sich geistig zu bewegen wird erstickt. Unabhängigkeit und Selbstverantwortung kann nicht mehr erlebt werden.

Aber junge Menschen sind doch so hip, so lebendig.

Das sind sie. Dann, wenn sie unter sich sind. Hier inszenieren sie sich nach dem Drehbuch der Medien. Spielst Du die geliehene Rolle, bist du jemand, solange du in der Gruppe verweilst. Alleine verschwindest du in der Versenkung, wo dich die Traurigkeit mit Freude erwartet.

Das klingt deprimierend.

Freiheit ist kein Spielzeug. Freiheit ist nicht greifbar. Hast Du sie jedoch entdeckt, wird sie zur Begleiterin die du nie mehr los lässt.

Deine Gedanken brechen aus dem Kerker aus und erlösen dich als Sträfling der Gesellschaft. Der Mut zur Selbständigkeit erwacht in dir.

Das ist der Moment, wo neues entstehen kann.

Erkläre das etwas genauer

Sei nicht so dumm. Willst Du ein Sträfling bleiben und meinen Ideen folgen? Denkst Du, dass ist die Freiheit, von der ich spreche?

Deine Freiheit ist auf dich zugeschnitten. Geh und finde sie selber.

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7
Das geheime Treffen der Presidenten

Diese Ampel hätte mein Leben beinahe zerstört.

Jetzt liege ich im Dunkeln. Am Boden. Es ist warm und laut. Ich höre Maschinengeräusche und rieche abgestandener Essig. Meine Augen sind zugeklebt.

Wo bin ich nur?

Ich strecke meinen Arm aus und greife in etwas haariges.

In diesem Augenblick stösst jemand ein schreckliches Gebrüll aus. Ich ziehe die Hand zurück und wende zum Schutz meinen Körper ab.

"Was ist das?" Der Schrei hat intelligent geklungen aber auch unmenschlich. Ähnlich einem weissen Studenten, der 3 Biere getrunken hat. Ein Gorilla?

Man hat mich entdeckt
"Wer ist es, Jimmy?", ruft eine männliche Stimme im Raum. Die Worte prallen von den Wänden ab, die aus Metall sein müssen. Diese Stimme kenne ich vom Fernsehen und Kino. Wer ist da schon wieder?

Jemand antwortet ihm, "Ich habe ihn im Weissen Haus gesehen, mit Nixon und seiner Frau". Ich höre wie der Mann tief einatmet und dann fortfährt, "Er hat ihm zum Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex verleitet".

"Jetzt hab ich's, das ist Reagan, der Bastard. Was macht denn der hier, ist er nicht gestorben?".

Ein unerwartetes Wiedersehen
Ich spüre warme Luft im Nacken und schaue nach hinten. Mit aller Kraft öffne ich meine zugeklebten Augen. "Was!, Du?". Chewbacca, der haarige Copilot, Navigator und Mechaniker vom Millennium Falken steht vor mir.

"Was um Gottes Willen tust Du hier?' frage ich überrascht. Das letzte mal bin ich ihm im Krieg zwischen der Alten Republik und den Separatisten begegnet, als er mit dem Jedimeister Yoda und seinem Sternzerstörern Kashyyyk verteidigte.

"Ich bin gezwungen worden den ehemaligen Presidenten zu beraten", meint er mit traurigem Blick. Er müsse seine Kenntnisse an Ronnie weitergeben, der mit kindlicher Freude diesen Weltraum-Zerstörer gegen die Russen anführt.

Das Showdown
Ich schaue aus dem Cockpit, der Ausblick ist atemberaubend. Exakt in diesem Augenblick rast ein Yellow-Cab aus dem Norden heran. Zwischen den beiden Kriegsparteien hält er brüsk an.

"Ist das wirklich Real?", ein Taxi im Welt-All? Na, lassen wir es, oder wir verpassen was da grad vor sich geht.

Denn es tut sich etwas da vorne. Ein schlanker Mann im schwarzen Anzug steigt aus. Er streicht seine Hose glatt und streckt seine Kravatte. Dann schaut er auf sein BlackBerry.

Er eine Nummer und wartet. Die Spannung hier im Cockpit steigt. Was soll das alles? Wer ist dieser Mann? Er muss das Gespräch beendet haben, denn jetzt blickt er nach rechts, von wo er Motorengeräusche hört.

In diesem Augenblick rast ein Jet-Ski heran und hält neben dem Taxi. Sein Fahrer zieht den Helm vom Kopf und schaut hinüber zum Wartenden.

Sie gehen aufeinander zu und schütteln sich die Hand.

In der Zwischenzeit hat Chewbacca am Steuerpult an den Knöpfen herumgespielt. Ein Knacken und Knistern ist zu hören, dann die Maschinengeräusche der Kriegsschife die sich draussen versammelt haben.

"Kannst Du den Maschinenlärm ausfiltern?" fragt der erste Ingenieur. Chewbacca zieht an einem Hebel am Mischpult und Bingo!. Da ist der Sound.

Das glaubt mir niemand
"Hello Barack, how are you?", hören wir durch den Lautsprecher. "Das ist aber schnell gegangen". Barack lacht über das ganze Gesicht, schaut auf sein Blackberry und meint, "Michelle hat mich hierher geschickt".

Wir alle im Cockpit schauen und verblüfft an. Reagan ruft aus, "What the hell is he doing here, this Bastard?". Ronnie ist in Rage gefallen und macht Fäuste. "Das ist nicht sein Business, ich habe alle Verträge mit Hollywood unters Dach gebracht. Nicht wahr Jimmy?.

Jimmy Carter sitzt in seinem Lehnstuhl und knabbert an Spanisch-Nüsschen. Mit vollem Mund meint er, "Mja, da hast Du schon recht, aber der liebe Gott scheint auf Barack's Seite zu stehen. Haha".

"Vladimir, sagt Obama, "Wir müssen uns über die Kriegsstrategie unterhalten. Die Amerikaner haben seit Jahrzehnten die Oberhand und geben nichts davon ab". Er lächelt überlegen sein spitzbübisches Lachen und klopft Putin auf die Schulter.

Der russische Widerstand
"Denkste wohl", sagt Putin, "ab jetzt sieht alles anders aus". Er schaut zurück, woher er gekommen ist und winkt einen zweiten Jet-Ski heran, der in einer Warteschlaufe einige Loopings geflogen ist. Der Fahrer scheint verrückt zu sein, kaum angekommen, kreist dieser mehrere male im Höllentempo um Barack herum und hält dann an. Er steigt ab, klopft sich auf seinen Oberschenkel und lacht wie ein Wilder.

Er zieht seinen Helm aus und geht auf Barack zu, der beim Anblick des Neuangekommenen kreidebleich wird. "What?", stammelt er und fährt dann fort, "Jeremiah Wright, was sucht du hier? Was weisst du von diesem geheimen Kriegspiel?"

"Ich habe einen Handel mit Russland abgeschlossen, die erlauben mir in ihrem Land zu predigen und 50 Prozent der TV-Einnahmen zu behalten". "Die haben doch nur Rubels, das ist wertloses Zeugs", meint Barack.

"Halt jetzt", mischt sich Putin ein, ich habe ernsthaftes zu diskutieren". Er sieht hinüber zur Kriegsflotte der Russen und den Amerikanern. "Wir müssen uns überlegen, wie wir diese Zerstörer attraktiver gestalten können um bei den TV-Zuschauern besser anzukommen".

Obama schaut ihn verblüft an, "Du willst uns Marketing predigen?", meint er verächtlich lächelnd. "Ja", sagt Putin, "Wir haben an Karl Lagerfeld gedacht, der diese Produktion leiten soll",

Meine Hand fühlt die TV-Fernbedienung in der Hosentasche, meine Gedanken umkreisen ein einziges Wort, "Flucht".
FORTSETZUNG
Ich werde mich aus dem Staub machen. Finden Sie heraus, was Ronald Reagan mit Barack Obama im Sinn hat.

Der_neue_Krieg.jpgDer President hat einen schmierigen Plan