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Shit

"Ist das Barbie? Die von Mattel?".

Ich stehe in ihrem Schlafzimmer und versuche zu ergründen, wie ich hierher gekommen bin. Mein Kopf schmerzt und meine Augen flimmern. Ich bemerke die Fernbedienung in meiner Hand. Das bringt meine Erinnerung wieder in Reih und Glied. Da war doch dieser misslungene Fluchtversuch, wo ich im All gelandet bin. Nun, dieser hier scheint mir ja gelungen zu sein. Das wird mir niemand glauben.

Barbie hat mich noch nicht entdeckt. Sicherheitshalber verstecke ich mich hinter dem Vorhang.

Sie steht vor dem Spiegel, der bis zur Decke reicht. Sie trägt Stöckelschuhe, was sie noch länger macht und ein Bikini, welches zu klein ist um sich die Nase trocknen zu können. Sie dreht sich um ihre eigene Achse, begutachtet ihren Körper und lächelt sich bewundernd zu.

In diesem Augenblick klopft es an der Tür. Ich halte den Atem an. Ja nicht niessen und nicht rülpsen. Ein altes FBI-Motto, das ich an einem Grundkurs in Alaska gelernt habe.

Barbie geht mit einem atemberaubenden Cat-Walk zur Tür und öffnet sie.

Ein Zimmerkellner erscheint mit einem Servier-Wagen, den er beim Sofa abstellt. Er dreht sich um und schaut verlegen zu Boden.

"Sammy, why are you so shy? Look at me, I can be your dream that activates all your phantasies. Is this not what we all need?"

Sammy lächelt verlegen und geht mit einem grossen Trinkgeld und einer noch grösseren Fantasie aus dem Zimmer.

Ich schaue Barbie zu, wie sie die Champagnerflasche umstellt und die Gläser nach deren Sauberkeit begutachtet.

Ich entlaste gerade mein rechtes Bein, als im gleichen Moment etwas an der Tür kratzt.

"Come in my Dick", sagt sie mit verführerischer Stimme.

Da kommt er auch. Was für eine Überraschung. Es ist der ehemalige Vizepresident der Vereinigten Staaten. Mit Glatze und einem schmierigem Lächeln. "Erdöl", geht es mir spontan durch den Kopf.

Dick geht auf Barbie zu und legt seinen Arm um sie. Diese entwindet sich und geht zum offenen Fenster. Sie schaut hinaus, ihr Blick wandert von der West Side über den Central Park nach der East Side. "Schön, hier oben im 60sten Stockwerk wohnen zu können". denkt sie und dabei auch an ihren Vater, Mr. Mattel, der ihr solch einen Lebensstil ermöglicht.

Dick geht zum Fenster und ergreift Barbie von hinten, mit beiden Armen und steckt seine Nase in ihr volles, blondes Haar. Er verliert beinahe die Besinnung.

Barbie dreht sich um und küsst ihn lange und zärtlich. Dann dreht sie sich, in Dicks Armen, langsam um, so dass er mit dem Rücken zum Fenster steht.

Er hält beim Küssen inne und denkt nach. Langsam und benebelt, viel zu langsam, wie er das auch immer wieder in seiner Karriere getan hat. So langsam und verwirrt, dass er am anderen Morgen für Erdöl in den Krieg ziehen wollte.

Auch dieses mal ist es nicht anders. Barbie stupst ihn zärtlich über den Fenstersims. Auch das merkt er zu spät. Im Flug hadert er noch, damit, sich nicht angeschnallt zu haben. Auf der Höhe des 38zehnten Stockwerkes geht ihm dann das Licht auf und der Schnauf aus. Er wird ohnmächtig. Zu spät um eine weitere Katastrofe abzuwenden. Heute ist er nur noch eine Schlagzeile wert.

Barbie dreht sich herum und schaut auf George, der gerade aus dem Badezimmer kommt. Im weissen Bademantel und mit dem selben schmierigen Lächeln im Gesicht wie Dick. "Es muss wirklich das Erdöl sein", meint mein analytisch denkendes Hirn.

"Barbie, das hast Du genial gemacht", sagt er und geht auf sie zu. "George, für dich tue ich alles. Komm, ich will dich küssen.

George kann sich nicht halten und stürmt auf sie zu.

In diesem Moment tritt Barbie auf die Seite und macht George den Weg frei zum selben Flug, den kurz zuvor Dick angetreten hatte.

George ist im siebten Himmel. "So habe ich mir Sex mit Barbie wirklich nicht vorstellen können, Wow!, das ist ja wie fliegen in erster Klasse". Er gleitet auf dem Rücken nach unten und denkt noch, "Oder ist das die Nebenwirkung vom Viagra, dass mich so träumen lässt?"

Er merkt nicht in welch dummer Situation er steckt. Genau so wie in seiner Regierungszeit als President der Verienigten Staaten von Amerika. Er macht auch jetzt noch alles falsch.Und trotzdem reicht es ihm auf die Frontseite.

"Teufel nochmal, ich muss weg hier, sonst fliege ich auch noch raus", ist mein einziger Gedanke. Doch Barbie blockiert meinen Fluchtweg. Sie steht vor dem Spiegel und lächelt sich schelmisch zu.

Ich stehe immer noch hinter dem Vorhang und lausche verblüfft der Männerstimme, die aus dem Kleiderschrank kommt. Das muss doch ...
Lesen Sie wen ich hier auch noch angetroffen habe.
FORTSETZUNG IN ARBEIT