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Der engagierte Bürger
Pauls Geburt war ein grosses Ereignis. Er wurde fotografiert und mit Komplimenten überhäuft. Die Mutter war überglücklich.

Ihr Traum ist in Erfüllung gegangen. Gott hat ihr ein Sohn geschenkt. Er soll es besser haben als sie. Ingenieur oder Arzt soll er werden und eine Familie gründen.

Jetzt sitzt sie mit weissen Haaren in ihrer armseligen Küche. Vornüber gebeugt, den Kopf in ihre Hände gestützt. "Warum nur Du", seufzt sie.

Der Gefangenentransport erreicht das Stadtgefängnisses. "Schon wieder einer dieser Vagabunden", denkt der Fahrerer, "Der wird lange bleiben.

Paul war ein vielversprechendes Kind. Gut in der Schule, nett zu jedermann. Dann ist er an die falschen geraten. Der Abstieg war vorprogrammiert. Die Delikte nahmen zu. Die Mutter war ahnungslos, bis der Polizeibeamte kam und sagte, "Ihr Sohn ist verhaftet". 

Erst vor dem Jugendrichter sah sie ihn wieder. Das ist viele male passiert. Bis diese lange Haftstrafe verlesen wurde.

Paul hat Richter und Beamte beschäftigt, er hat viele male im Bezirksgefängnis übernachtet, viele Staatsangestellte haben ihre Zeit für ihn hergegeben, der Bewährungshelfer war immer dabei und nicht zuletzt sein Anwalt.

Ein Schar bezahlter Beamten und Berufstätige haben ihr Geld davon verdient. Eine Gruppe wollte ihn ins Gefängnis bringen und die andere Gruppe hat daran gearbeitet ihn wieder raus zu holen oder zu verhindern dass er überhaupt da rein muss.

Das ging mehrere Jahre so. Der Steuerzahler hat über diesen Fall nichts gewusst. Die Ausgaben wurde immer zur derjenigen Summe addiert, die durch ähnliche und andere Geschehnisse gewachsen ist. 

Ein riesiger Aufwand an Zeit und Geld, für einen Menschen, der sein Leben wohl als schwieriger Fall verbringen wird und der die Kosten für sein weiteres Leben ins unendliche wachsen lässt. So geschieht das tagtäglich mit unzähligen und unnötigen Ereignissen in allen Bereichen des Lebens. 

Wir lassen Dinge in's unendliche wachsen, ohne zu wissen, was damit geschehen kann. Beginnt man dort, wo das schlummernde Potential zum möglichen Problem liegt und wo man mit der Angelegenheit beschäftigt ist, könnten wir solches zur Mehrheit verhindern.

Tatsache ist die, uns geht so etwas ja nichts an, soll der Staat sich darum sorgen. Wir zahlen ja Steuern dafür.

Wir bekommen dafür unser Recht, zu fluchen: "Scheisse, wieso müssen wir so viel Steuern bezahlen?".