
Shit!
Mir steht wieder einmal der Atem still. Diese Stimme kenne ich von meinen Besuchen in Tripoli. Damals war ich für Ronald Reagan als Vermittler zwischen Libyen und den USA tätig. Das ist ja Muammar Qaddafi.
"Barbie, ich bringe dich nach Hause", höre ich ihn sagen. "Mein Zelt wartet auf dich". Barbie steht wie eine Statue im Raum. Sie muss unter Schock stehen. Der Mann steckt in einer khakifarbenen Uniform, dekoriert mit einem dutzend selbstgebastelten Orden. Seine krausen Haare stecken unter einer Generalsmütze und das Gesicht ist von einer Sonnenbrille aus den fünfziger Jahren verdeckt.
Ich erinnere mich wie Reagan zu mir gesagt hatte, "I find he's not only a barbarian, but he's flaky". Genau so sieht er aus.
Barbie hat sich rasch vom Schrecken erholt und antwortet , "Mein Süsser Muammar, rette mich, nimm mich mit in deinen Harem".
"Barbie, das mach ich". Doch zuerst muss ich noch rasch in die Schweiz reisen um mein Taschengeld von den Schweizer Banken abheben. Sie schaut ih verträumt in die Augen und küsst ihn auf das unrasierte Gesicht.
"Was für ein Kerl", denkt und fühlt sie. In diesem Moment stürmen Ueli Maurer und Micheline Calmy-Rey in das Hotelzimmer. Beide tragen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift "Kommando Bern". Ihre Waffe im Anschlag rufen sie "Hände Hoch".
"Shit" ruft Qaddafi und greift nach seinem Dolch, welcher im Halfter am Rücken steckt.
Doch soweit kommt er nicht.
Lesen Sie in der nächsten Ausgabe, was Qaddafi daran gehindert hat, sich erfolgreich gegen die beiden mutigen Schweizer wehren zu können.
