Main

Geschichte der Menschheit
Als Höhlenbewohner mussten wir teilen und tauschen. Alle assen dasselbe und trugen die gleichen Kleider. Die Bastler stellten Speere und Schneidewerkzeuge her. Die Jäger und der Koch sorgten für die Lebensgemeinschaft. Die Frauen machten Kleider aus den Fellen. Die Führer sassen immer nah am Lagerfeuer, die anderen, mit lausigen Kleidern und ohne Fernsehen, mussten hinten Platz nehmen.

Später haben die Menschen Zelte und Häuser gebaut, das Kochen verbessert und die Jagd verfeinert. Die Kleider sassen besser, die Führer trugen Federn oder Hörner als Kopfschmuck, frassen sich voll und benahmen sich äusserst unmännlich gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Es gab immer noch keine Fernseher und das Internet war noch nicht erfunden worden.

Das war die Zeit, welche wir heute so ziemlich gleich übernommen haben. Alles ist nur verfeinert worden. So essen wir in McDonald, tragen Designerklamotten und machen Kreuzwort Rätsel. Unsere Führer haben die Arroganz kultiviert, schicken uns in den Krieg und lassen uns hart arbeiten. Sie haben immer genug zu essen, trinken und shoppen. Dafür dürfen wir alle in der geheizten Wohnung sitzen, "Fernsehen" schauen und mit dem Internet spielen.

Wir können beruhigt in unsere Zukunft erwarten.

GeneralEgypt.jpg

Kairo, November der zweiundzwanzigste, 2011

GrübelundVilliger.jpg

Freie Wahlen für das Volk
Der erste Diktator hat sein demonstrierendes Volk besiegt.

Am Abend, nach den letzten Schüssen, sitzt er mit seinem General beim Dinner.

"Das war kein leichtes Unterfangen, Herr General. Sie haben für mein Land grossartige Arbeit geleistet. Diese unzufriedenen Menschen wissen ja nicht, wie schwer es ist ein fürsorgender Landesvater zu sein".

Der General kaut gerade an einem Stück gegrilltem Lammfleisch und ist glücklich, nicht antworten zu müssen. Er nickt mit dem Kopf und schluckt sein Fleisch herunter.

"Wir werden jetzt Wahlen ansetzen, damit diese Unwissenden mich als ihren Präsidenten wählen können".

Der General hat sein Besteck in den Teller gelegt, wendet sich zum Diktator hin, schaut ihm ins Gesicht und nimmt einen tiefen Atemzug, "Herr President, es gibt kein Volk mehr, zählen sie die Grabsteine als Stimmen und ihr Volk wird Sie ohne Widerstand wählen".

Obamas Putzfrau räumt auf
Jelisaweta putzt heute zum ersten mal im Oval Office. Ihre Vorgängerin ist in Rente gegangen. Sie ist stolz mit den Präsidenten des mächtigsten Landes das Büro teilen zu dürfen.

Gerade jetzt ordnet sie Obama's Arbeitstisch. "Für was wohl braucht er diesen roten Knopf", fragt sich Jelisaweta. Darauf bedacht Eindruck zu machen, nimmt sie den Staublappen und poliert ihn mit viel Gefühl für den richtigen Glanz.

Jelisaweta stutzt, "Warum fängt der jetzt an zu blinken?". Das muss der Feuermelder sein", meint sie und schaut unter das Pult wo sie die Drähte sieht. Ihr Herz schlägt unruhig, Schweiss zeigt sich auf ihrer Stirn. Am ersten Tag will sie keinen Ärger kriegen. So reisst sie kurzerhand die Drähte weg und verstaut sie in der Tasche ihrer Arbeitsschürze.

Lisonka, wie sie von ihren Freunden gerufen wird, atmet jetzt erleichtert auf. Das blinken hat aufgehört.

Im selben Moment stürzt ein Marinesoldat in das Oval Office und zieht sie am Ärmel aus dem Raum. "Verdammt, die wissen was", denkt sie, das kostet mich den Kopf".

"Ich bringe Sie in den Bunker, wir werden von den Russen angegriffen", schreit der junge Soldat, "Die haben Interkontinentale Raketen mit atomaren Sprengköpfen auf uns abgeschossen.

N_Y_Parkingmeter.jpgRentner landet auf der Strasse
Ich bin mein ganzes Leben lang am Strassenrand gestanden und habe für meine Stadt gearbeitet. Man hat mich getreten, mit den Fäusten traktiert, verflucht und am Abend sind sie gekommen und haben mir alles Geld abgenommen. Nichts ist übrig geblieben für mich.
Jetzt, im hohen Alter, hat man mich einfach auf die Strasse gestellt, ohne einen Penny.

Jesus ist in Amerika geboren
Maria will das Spital mit ihrem Sohn verlassen. Man hält sie auf und bringt sie zum Polizeiposten. Jesus muss für weitere Abklärungen im Spital bleiben, bis die Wahrheit seiner Geburt aufgedeckt ist.

Weiterlesen "" »

Cat Walk

Zwei Skelette haben sich bei Karl Lagerfeld
als Laufsteg-Modelle beworben.

Weiterlesen "" »

New_York_Pastor.jpgGott sucht immer noch einen Parkplatz!
Vielleicht kann der Pastor ein Wunder vollbringen.

Tod_durch_Erhaengen.jpgEin Leben für faltenlose Azüge
K. Bügel ist von einer Erbmasse direkt im Brockenhaus gelandet. Hier sollte er gebrauchte Anzüge tragen. Dagegen hat er rebelliert, was ihm die Todesstrafe eingetragen hat. "Es lebe das freie herumhängen mit Gleichgesinnten", waren seine letzten Worte. Mit ihm haben wir einen wichtigen Träger der besseren Gesellschaft verloren