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Ueli in der Wüste

Ueli sitzt in der Economy Class. Das Aktendossier Gaddhafi im Schoss. Er nimmt die Brille ab und schaut aus dem Fenster. Sand, Sand, Sand soweit er sieht.

"Wo sind die Kühe?" geht es ihm durch den Kopf. "Geissen, Sennenhunde oder Berge?". Nichts, weit und breit.

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Ueli der ewige Knecht

"Ueli!, chunsch jetzt endlich emal, de z'Nacht isch fertig".

Uelis Stirn faltet sich. Er ist ratlos, wie alle Bundesräte. Darum atmet er tief ein, damit er sein Hirn mit Sauerstoff füllen kann. Ein Atemzug reicht für sein Hirn und für den ganzen Abend.

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Eva's Empfehlung
Adam, nimm doch endlich Vernunft an und iss ihn.

Nein, lass mich in Ruhe.

Aber du weisst es, deine Gesundheit liegt mir am Herzen.

Ich weiss doch, aber ich bin gesund genug.

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Gestresst
Gehe ich doch zu Fuss nach Hause, dachte ich.

Meine grauen Hirnzellen arbeiten auf Hochtouren: unerledigte Projekte, Termine, Einkauf für das Abendessen.

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The Killer
Er muss mich in der Subway entdeckt haben, obwohl ich mich gegen das Fenster richtete, um den Blicken der Passagiere zu entgehen.

Meine übliche Vorsichtsmassnahme hat versagt. Ich bin erkannt worden und befinde mich in Gefahr.

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Das Stück Fleisch grinst mich dumm an

Es steckt zwischen zwei Pelzen. Einem Mantel und einer Mütze. Beides um die 20'000.00 Dollar wert. An der Madison Avenue in New York. Das Stück Fleisch scheint nicht mehr ganz frisch zu sein.
Darüber spannt sich eine braune Haut. Geröstet vom Solarium oder von der Florida Sonne. Spannfalten sind sichtbar, überall. Der Mund grinst immer noch. Warum eigentlich?

Der Chirurg hat zuviel Haut nach hinten gezogen. Der Mund grinst jetzt ewig vor sich her.

Hier an der Upper East Side tragen viele die Sonnenbrille und den Hut über die Stirn gezogen. Andere tragen einen Hut und senken den Kopf. Niemand soll ihr Grinsen sehen.

Das letzte mal bemerkt es der Pfarrer an der Abdankung.

Es beweist ihm einmal mehr die grosse göttliche Wahrheit, Sterben muss schön sein.

Und wer grinst da in den hinteren Kirchenbank? Die Erben.

Glaube macht frei

Aldo sitzt in der Kirche. Erika, seine Frau, sitzt neben ihm. Der Pfarrer spricht von der Kanzel. Aldo hört ihn sprechen. Er denkt an die schöne Nachbarin. "Die will ich haben". Auch Erika hat gedanklich die Weichen gestellt. In Christinas Boutique bewundert sie eine Ledertasche. "Die muss ich haben".

Der Pfarrer räuspert sich. Niemand hört mehr zu. Aldo ist heiss. In Gedanken läutet er bei der Nachbarin. Erika zählt in Gedanken Ihr Erspartes nach. "Wird es reichen?" Aldo hat Glück. Seine Nachbarin steht im Türrahmen. Zum greifen nahe. "Ich bin Hilda", sagt sie. Seine Frau zählt nochmals nach. "Das reicht nicht. Scheisse".

"Hilda, haben sie eine Prise Salz für mich?", fragt Aldo scheinheilig. "Sicher, komm rein". Der Pfarrer blättert in der heiligen Schrift. "Heiliger Vater", beginnt er. Im Schlafzimmer schaut die Hilda in Aldo's Augen. "Heiliges Kanonenrohr", flüstert sie, "bist Du bereit für ein Scharmützel?"

In Christinas Boutique hat Erika einen Traum. Der erste Prinz von Indien kommt herein. Er sieht Erika und ist entzückt. Dann fällt er um, von ihrem Charme erschlagen. "Schade", sagt sie, "tot kann der kein Geld mehr ausgeben".

Aldo gewinnt die Hilda. Erika gibt auf. Vielleicht hilft mir beten. "Lieber Gott im Himmel, kennst Du Armani?"

"Ach was,
Amen".

The four Swiss

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