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Bewusst Los
Du liegst im Bett
und starrst zur Decke.
Stille weit herum.

Da ist kein Tag,
Keine Zeit,
kein Gelächter,
kein Tod.

Stille
Kein Reiz,
kein Schmerz,
kein Gefühl.

Nichts
Regungslos der Wind,
die Düfte eingestellt,
alles ist bewegungslos.

Stille ringsum
Die Sinne unbewegt,
der Spürsinn unberührt.
Kein Erinnern mehr.
Kein Ton,
keine Schwere,
kein Schmerz.
Du atmest in die Leere.
Du horchst.
Da ist kein warum.
Nichts

Mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag,
mit jedem Augenblick, sterben Ungeborene,
Säuglinge, unschuldige Kinder,
schwangere Frauen, sorgende Mütter und Väter,
den sinnlosen Tod, auf dem Schlachtfeld der
verdrängten Liebe.

In Blut getauchte Schlagzeilen bleiben Wirkungslos.
Hilfe hoffnungslos.

Schaust Du unschuldig hin, bringt es dich in Berührung
mit dem unerträglichen Leid und lässt dich nie mehr los.

Es hat dein Herz bewegt.
Du lässt die Zeit zerrinnen.
Was nun?

Mit jedem gelesenen Wort

Freiheit

Das Vogelgezwitscher weckt mich aus dem Schlaf. Sanft und entspannt bewege ich meinen warmen Körper. Die frische Luft füllt meine Lunge mit Energie. Das weiche Morgenlicht beleuchtet die Bäume um mich. Das Pferd schnaubt, ich vernehme die Hufe auf dem festgestampften Erdboden. Es riecht fantastisch. Natur.Kein Kaffee, kein Gebäck, keinen Wecker, nein, es sind meine Genossen, die mich und den Moment des Tagesbeginns begrüssen.

Damals, das war viel früher in meiner Zeit, sprang ich aus dem Bett, dann in's Badezimmer, in die Küche, an den Kühlschrank, an die Kaffeemaschine, an den Computer, ohne Pause. Alles musste rasch vor sich gehen, Rasierwasser, Deodorant, Haarcreme, gebügeltes Hemd und in Falten gelegte Hose, alles chemisch reinigbar.

Der Spiegel war das Kontrollzenrum um erfolgreich auszusehen um nach oben zu gelangen. Ganz nach oben.
Hier, nichts von dem. Ich erwache ohne Hast. Meine Arbeit hat keinen Termin, ich bin mein eigener Meister und mein Land ernährt mich. Da sind meine Hühner, die Ziege, der Fischteich. Mein Gemüsegarten tut die meiste Arbeit von alleine. So essen auch meine Tiere, Gras und Wasser ist genügend da.

Simpler, wissenschaftlichen Versuch
verändert die Welt radikal

Beginnen wir von vorne. Die unschuldige Aussage eines fünfjährigen hat alles ausgelöst.

"Was hat denn der im Kopf?", war seine Frage, als er dem Präsidenten des mächtigsten Landes zugehört hat, als der eine Rede gehalten hatte.

"Was hat denn der im Kopf?", war der Auslöser. Sofort habe ich nach Israel angerufen und einen ultraschnellen Knochenbohrer bestellt. Und in Basel bei der Novartis bstellte ich ein harmloses Anästhesiemittel.

Dann habe ich, gemeinsam mit Freunden, uns einen wichtigen Politiker geschnappt. So wie der Geheimdienst des Präsidenten es mit anderen Menschen tut. Die landen dann in orangenen Overalls auf einer Insel, wo man ihnen Wasser in Mund giesst. Jahrelang.

Nun, wir haben uns einen netten Ort ausgesucht und den Politiker anästhesiert und auf einem Stuhl festgeschnallt.

Einer hat dann die Bohrmaschine am Hinterkopf angesetztund ein Loch durch die Knochen gebohrt. Ich nahm die Taschenlampe und leuchtete in das Kopfinnere. Ich sähe etwas was wie ein grosser See mit niedrigen Wellen.

Zeig mal, meinten die anderen. Jeder von Ihnen nahm die Taschenlampe und leuchtete in den Kopf des Präsidenten. Ja, es scheint Wasser zu sein, irgendwie sehr dunkel. Genau meint ein anderer, und dickflüssig. Komisch, hmm?

Ich nahm eine Pinzette mit Wattebausch und tauchte diese durch das Loch in das Kopfinnere. Ich rührte damit im See herum und zog es wieder heraus.

Alle riefen im gleichen Augenblick "Blut!"

So war es. Das war dann auch das Resultat, welches wir nicht veröffentlichen konnten, denn die Todesstrafe würde uns erwarten. Es wurde uns auch bewusst, dass damit die Politiker weiter so regieren konnten, wie bisher, weil wir dieses blutige Geheimnis nicht veröffentlichen durften.

Was wir jedoch gemacht haben ist ein Video welches wir in YouTube publiziert haben. Mehrere Millionen Menschen haben es angeklickt.

Ein Jahr später sah dann die Welt ganz anders aus.

Wie war das geschehen? Nun, das war sehr einfach. Diese grosse Zahl von friedliebenden Menschen haben die Regierungsgebäude in aller Welt besetzt und den Politikern die Kleider abgenommen, Schuhe ebenfalls und alle Kommunikationsmittel konfisziert. Nur die Unterhosen durften sie anbehalten. Versteht sich ja. So waren sie jederzeit erkennbar.

Sie durften sich gratis mit Ware eindecken, Getränke, Lebensmittel, Seife und Zahnpasta und Bürste. Jeder hatte einen Fernseher und einen Radio zur Verfügung. Man hat sie auch anständig behandelt und freundlich begrüsst.

Nun, es war eine verrückte Zeit, denn das Gelächter der Bürger war so gewaltig, dass schon nach kurzer Zeit niemand mehr Politiker werden wollte. Aus Scheu und weil sie mit der Unterhose alleine nichts mehr verbergen konnten. Alles ging ohne Gewalt vor sich.

Jetzt leben wir ohne Parteien, was das Volk nicht mehr entzweit. Wir haben gemerkt, dass alle dasselbe wollen. Friede und Harmonie.

The four Swiss

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